Kritik an Bombardier: Protest gegen möglichen Stellenabbau

Bei der Zugsparte des kanadischen Flugzeug- und Bahnkonzerns sollen bis Ende 2018 weltweit 5000 Arbeitsplätze wegfallen. Foto: Sophia Kembowski

Rund 1000 Bombardier-Beschäftigte aus allen deutschen Werken haben gegen einen möglichen Stellenabbau bei dem Zugbauer protestiert.

«Zu Mittätern des geplanten Deindustrialisierungs- und Massenentlassungsprogramms der Geschäftsführung werden wir uns nicht machen lassen», rief der Gesamtbetriebsratsvorsitzende Michael Wobst den Demonstranten vor der Zentrale von Bombardier Transportation zu. Sinnvollen Lösungen verschließe man sich aber nicht.

Der Aufsichtsrat wollte am Nachmittag über ein Gutachten externer Berater diskutieren, die die Pläne des Managements unter die Lupe genommen hatten. Bei der Zugsparte des kanadischen Flugzeug- und Bahnkonzerns sollen bis Ende 2018 weltweit 5000 Arbeitsplätze wegfallen. Die deutschen Produktionsstandorte liegen in Hennigsdorf, Görlitz, Bautzen, Kassel, Mannheim, Braunschweig und Siegen.

Der IG Metall-Bezirksleiter für Berlin, Brandenburg und Sachsen, das Aufsichtsratsmitglied Olivier Höbel, warf der Geschäftsführung vor, keine klaren Informationen zu liefern. «Seit einem Jahr geht dieses schändliche Spiel der Verunsicherung.» Auf Transparenten warnten Beschäftigte: «Kein Fördergeld für Stellenabbau» und «Bremst uns nicht aus».

Bombardier-Standorte in Deutschland

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