Ein Fall für die Küstenwache: Eltern zelten samt Kind an Rande einer Klippe

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Am Wochenende musste die Küstenwache in England ausrücken, weil eine britische Familie nicht nur den Covid-19-Lockdown ignoriert hatte, sondern noch dazu am Rande einer Klippe gezeltet hatte.

Am Wochenende musste die Küstenwache in England ausrücken, weil eine britische Familie den Covid-19-Lockdown ignoriert und am Rande einer Klippe gezeltet hatte. Quelle: Staithes Coastguard/Alastair Smith
Am Wochenende musste die Küstenwache in England ausrücken, weil eine britische Familie den Covid-19-Lockdown ignoriert und am Rande einer Klippe gezeltet hatte. Quelle: Staithes Coastguard/Alastair Smith

Bei den Rettungsteams der Küstenwache von Staithes und Whitby ging ein Anruf ein, nachdem jemand das Zelt der Familie am Wanderweg Cleveland Way in Whitby entdeckt hatte.

Erst im Januar war eine Klippe weggebrochen

„Aufgrund der gefährlichen Lage des Zeltes, insbesondere wegen der jüngsten Erdrutsche, erteilten die Rettungskräfte von der Küstenwache eine Warnung“, schrieb die Küstenwache von Staithes auf Facebook und fügte hinzu, dass sie zwei Erwachsene und ein Kind im Zelt vorgefunden hatten.

Laut den britischen Medien handelte es sich um eine Mutter, einen Vater und deren Kind.

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Die Küstenwache postete Bilder des Zeltes, das weniger als einen Meter vom Rand der Klippe entfernt stand.

Auch ein Polizeibeamter führte ein Gespräch mit der Familie, weil diese den Covid-19-Lockdown ignoriert hatte, während das Land mit der neuen, hochansteckenden Virus-Mutation zu kämpfen hat.

Im Januar brach nach schweren Regenfällen eine Klippe in Happisburgh ab und die Anwohner wurden gewarnt, nicht zu nah an die Steilküsten zu gehen.

Heftige Kritik auf Facebook

Die aktuellen Bilder vom Zelt der Familie sorgten im Internet für große Aufregung. Hunderte User kritisierten die Eltern für ihren Leichtsinn.

„Fürchterlich! Das Kind muss wie versteinert gewesen sein, als es so nah am Abgrund zelten musste. Dafür sollten sie hart bestraft werden“, schrieb eine Frau auf Facebook.

Die Küstenwache postete Bilder des Zeltes, das weniger als einen Meter vom Rand der Klippe entfernt stand. Quelle: Staithes Coastguard/Alastair Smith
Die Küstenwache postete Bilder des Zeltes, das weniger als einen Meter vom Rand der Klippe entfernt stand. Quelle: Staithes Coastguard/Alastair Smith

„Warum um alles in der Welt zeltet man am Rand einer Klippe? Würde einem der eigene Verstand nicht signalisieren ‚Alarm‘, du setzt hier Leben aufs Spiel“, fragte eine andere.

„Ich kann so viel Dummheit einfach nicht fassen, selbst wenn man noch nie an der Küste war, kann man sich doch nicht einfach denken: Hey, das sieht wie ein guter Platz aus, um ein Zelt aufzuschlagen! Mir wird schlecht, wenn ich daran denke, dass da auch ein Kind dabei war“, meldete sich eine dritte Frau zu Wort.

Eine Frau sagte, sie habe das Trio am selben Tag in der Gegend gesehen.

Auch ein Polizeibeamter führte ein Gespräch mit der Familie, weil diese den Covid-19-Lockdown ignoriert hatte, während das Land mit der neuen, hochansteckenden Virus-Mutation zu kämpfen hat. Quelle: Staithes Coastguard/Alastair Smith
Auch ein Polizeibeamter führte ein Gespräch mit der Familie, weil diese den Covid-19-Lockdown ignoriert hatte, während das Land mit der neuen, hochansteckenden Virus-Mutation zu kämpfen hat. Quelle: Staithes Coastguard/Alastair Smith

„Ich habe das Paar und das Kind mit all ihrem Gepäck gestern auf dem Cleveland Way gesehen und mich über ihre Situation gewundert. Da niemand von uns genau weiß, welchen Hintergrund die ganze Geschichte hat, finde ich es nicht richtig, sie so zu verurteilen“, schrieb sie mit Bezug auf einige der schroffen Kommentare. „Ernsthaft? Der gesunde Menschenverstand sagt einem, dass dies kein guter Platz ist, um ein Zelt aufzustellen“, antwortete ihr jemand.

Brianne Tolj