Weiteres Anschlagsopfer in London: 75-Jähriger stirbt im Krankenhaus

Rund 40 Verletzte forderten die Anschläge von London. Während die Welt der Toten gedenkt, schweben noch einige Menschen in Lebensgefahr.

In London haben Polizisten ihres gestern getöteten Kollegen gedacht. Mit einer Schweigeminute erinnerten sie an Keith Palmer, den Polizisten, der den Angriff mit einem Messer vor dem britischen Parlament nicht überlebte. Ein Parlamentsabgeordneter hatte noch versucht, ihn wiederzubeleben. Doch es half nichts. Palmer ist eines von drei Todesopfern, die der Angreifer vom Mittwoch hinterließ. Ein 75 Jahre alter Mann ist laut britischen Medien an den Folgen seiner schweren Verletzungen gestorben. Damit stieg die Zahl der Todesopfer auf vier.

Drei weitere Polizisten überlebten die Attacken mit Verletzungen. Unter den rund 40 Verletzten befinden sich Menschen aus fast einem Dutzend Staaten: China, Südkorea, Polen, Italien, auch eine Frau aus Deutschland ist unter den Verletzten, außerdem drei Schüler aus Frankreich.

In Großbritannien geht die Geschichte einer Mitarbeiterin einer Schule durch die Medien, die angeblich gerade ihre Kinder abholen wollte. Sie überlebte den Anschlag nicht. Ebenfalls Bekanntheit erlangte eine wahrscheinlich rumänische Frau, die von der Westminster-Brücke fiel. Sie überlebte schwerverletzt. Einer Stellungnahme der mormonischen Kirche in Utah zufolge handelt es sich bei dem dritten Todesopfer um einen Mann aus den USA, der auf der Reise seinen Hochzeitstag feiern wollte. Seine Frau sei schwer verletzt worden.

Die Zahl der Todesopfer könnte weiter steigen. Knapp 30 Personen werden noch im Krankenhaus behandelt. Mehrere von ihnen schweben nach Angaben der Polizei noch in Lebensgefahr.

International gibt es Anteilnahme. Spanische Medien berichten über die britische Lehrerin, deren Familie ihre Wurzeln im Nordosten des Landes, nicht weit des Pilgerortes Santiago de Compostela haben soll. In Berlin soll das Brandenburger Tor am Donnerstagabend in den britischen Farben Rot, Weiß und Blau erstrahlen. In Paris wurde die Beleuchtung des Eifelturms als Zeichen der Trauer abgeschaltet.

WATCH: Paris’ Eiffel Tower goes dark in solidarity with London after deadly attack https://t.co/GmZoiaP1VM pic.twitter.com/gaO9OZ7JT0— Reuters Live (@ReutersLive) 22. März 2017

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