Kubicki: Jamaika-Koalition "keine Selbstverständlichkeit"

Kubicki (l.) mit FDP-Chef Lindner

Nach der Absage der SPD an eine neue große Koalition sieht FDP-Vizechef Wolfgang Kubicki in einem Jamaika-Bündnis "keine Selbstverständlichkeit". Nur weil die SPD sich "vom Acker mache", bedeute das nicht, dass die Liberalen "die Ausputzer" seien, sagte Kubicki am Sonntagabend. Neben der großen Koalition ist ein Jamaika-Bündnis aus Union, FDP und Grünen die einzige Regierungsoption.

In Kubickis Heimat Schleswig-Holstein regiert seit Juni eine Jamaika-Koalition. "Ob das übertragen werden kann, werden wir sehen", sagte der FDP-Vizechef. Nun müsse die Union von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) zu Gesprächen einladen.

Der FDP gelingt ersten Hochrechnungen zufolge mit gut zehn Prozent der Wiedereinzug in den Bundestag. Kubicki sagte, er sei "stolz" auf seine Partei. Die FDP sei zudem in "Schlagdistanz" zur AfD, die auf gut 13 Prozent kommt. Das zeige, dass eine "Partei der vernünftigen Mitte" die AfD in Zaum halten könne.

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