Kultur in Berlin: So war das "Herr der Ringe"-Event in der Mercedes-Benz-Arena

Das Radiosymphonieorchester Pilsen hat in Berlin den Soundtrack des Kult-Films live aufgeführt, während der Streifen im Original lief.

"Gibt es eine Kleiderordnung?" hatte schon vor Wochen Jemand auf der Facebook-Seite des Veranstalters gefragt. Für viele Besucher ist es das erste Mal, dass sie klassische Musik im Konzert erleben. Um die 4500 Menschen sind in die Mercedes-Benz-Arena gepilgert, um dem Radiosymphonieorchester Pilsen dabei zuzuhören, wie es unter der Leitung von Dirigent David Reitz den Soundtrack von Peter Jacksons "Herr der Ringe - Die Gefährten" live aufführt, während der Film gleichzeitig in englischer Originalversion auf der Leinwand läuft.

Der Kontrast zwischen Event und Austragungsort ist bemerkenswert: Wo sonst kann man Menschen dabei zusehen, wie sie auf winzigen Klappsitzen Nachos und Hot Dogs in sich reinschaufeln und dabei Streichermusik lauschen? Die Bühne ist im grünen Farbton eines Billardtischs ausgeleuchtet. Die LED-Bande kündigt ein Basketballspiel an, während das 100-köpfige Orchester mitsamt 120-köpfigem Chor seine Plätze einnimmt. Die Arena-Atmosphäre erweckt den Eindruck, hier könnte gleich ein Wettbewerb stattfinden: Wer fiedelt schneller, wer schlägt härter auf die Pauke, wer bringt mit der Posaune als erster die Wände zum Einsturz?

Das Elbenreich ist Streicher-zart, sakral, ätherisch, nordisch

Die von Howard Shore komponierte Filmmusik ist ja tatsächlich dramatisch wie ein Gladiatorenkampf und so bombastisch, dass Jerichos Mauern zumindest gewackelt hätten. Der kanadische Komponist, der so unterschiedliche Filme wie "Das Schweigen der Lämmer", "Philadelphia", "Naked Lunch"...

Lesen Sie hier weiter!

Mit Yahoo Nutzung stimmen Sie zu, dass Yahoo und Partner Cookies für Personalisierungs- und andere Zwecke nutzen