Kultur : Berlin sucht einen neuen Berlinale-Chef

Nach der Meldung von Dieter Kosslicks Abgang 2019: Wer soll das Filmfestival von ihm übernehmen?

Am Tag danach sind alle Beteiligten noch ein wenig überrascht. Am Dienstagabend war aus Berliner Regierungskreisen durchgesickert, dass Dieter Kosslick 2019 als Berlinale-Chef seinen Hut nehmen müsse, was einen kleinen Medienhype ausgelöst hat. Nun hat Kosslick eigentlich nie signalisiert, dass er mit dann 70 Jahren seinen Vertrag noch einmal verlängern wolle. Aber jetzt war eben klar, dass das vonseiten des Bundes, also der Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU), auch gar nicht mehr erwünscht sei.

Weder Grütters noch Kosslick wollten sich am Mittwoch persönlich dazu äußern. Um größtmögliche Verbundenheit zu demonstrieren, ließen beide Parteien lediglich ein gemeinsames Statement in Umlauf bringen. Darin wird in knappen Worten bekundet, "dass Herr Kosslick und Frau Grütters in einvernehmlichen Gesprächen über die Weiterentwicklung der Berlinale für die nächsten Jahre sind". Dabei gehe es natürlich auch um das Personaltableau. Wie sich das gestalten werde, werde aber erst "presseöffentlich" besprochen, wenn die Entscheidungen abschließend gefallen seien. So weit, so verklausuliert.

Eine hausinterne Lösung oder ein Kandidat aus dem Ausland

Dass man über die Nachfolge von Kosslick nachdenken muss, versteht sich von selbst. Und dass man damit frühzeitig anfangen muss, um überhaupt Kandidaten rechtzeitig gewinnen zu können, ebenfalls. Nur werden solch sensible Kontaktaufnahmen sonst eher im stillen Kämmerlein getätigt. Nun aber ist das Kind aus dem Brunnen gefallen. Ab sofort i...

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