"Kultur ist kein Luxus für bessere Tage": ARD setzt sich für Kulturschaffende ein

teleschau
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Mit einem umfassenden Kulturprogramm wollen die Sender der ARD Kunst und Kultur wieder zu den Menschen bringen - und Kulturschaffenden unter die Arme greifen.

Großveranstaltungen sind abgesagt, die Kinos geschlossen, die Theaterbühnen gesperrt: Die Corona-Pandemie hat vor allem die Kunst- und Kulturbranche fest im Griff. Mit dem Beginn des zweiten Lockdowns äußern sich nun viele Betroffene kritisch zu den getroffenen Regelungen - viele von ihnen kämpfen um ihre Existenz. Nun verkündete die ARD, die Kulturschaffenden auch in der Krise zu unterstützen: Mit einem umfassenden Kulturangebot transportieren die Sender nun zahlreiche Veranstaltungen über die Bildschirme zu den Zuschauern nach Hause.

"Herbst und Winter sind klassische Zeiten für Kino, Bühne und Konzert. Unser Publikum wünscht sich die Kultur - gerade jetzt", erläuterte der ARD-Vorsitzende Tom Buhrow. "Wir als ARD haben die Möglichkeit, Kultur in die Wohnzimmer zu bringen und wir nutzen sie." Mit jeder Woche ohne Kulturveranstaltungen werde deutlicher, wie nötig sie für ein erfülltes Leben seien. "Kultur ist kein Luxus für bessere Tage. Wenn schon direkte Kontakte und Erlebnisse nicht möglich sind, haben wir erneut den Auftrag, mit unseren medialen Möglichkeiten ein Stück weit einzuspringen, wo immer es geht", erklärte Buhrow.

"MDR Kultur neu erleben", "Der rbb macht Kultur" und Co.

So startet der MDR ab Samstag, 21. November, die Aktionswoche "MDR Kultur neu erleben", um die Menschen in der Kulturbranche aus Sachsen-Anhalt, Thüringen und Sachsen zu unterstützen. Der SWR bietet Live-Streams von Konzerten an, während der BR Theaterstücke aus dem Münchner Residenztheater oder dem Staatstheater überträgt. Der rbb lässt unter dem Motto "Der rbb macht Kultur" Künstler und Künstlerinnen auftreten, ihre Arbeit präsentieren und von ihrem Umgang mit der Krise berichten, während der NDR seit Anfang November jeden Mittwoch Live-Konzerte von norddeutschen Künstlern überträgt.

Die November-Konzerte des Orchesters des Hessischen Rundfunks überträgt der Sender live und auch der WDR zeigt die Leverkusener Jazztage in voller Länge. Zudem bietet der BR Schauspielern und Schauspielerinnen sowie Sprechern und Sprecherinnen in dem Podcast- und Videoprojekt "Lesungen" die Möglichkeit, aus literarischen Werken zu lesen. Eine Übersicht über das umfangreiche Kulturangebot der Sender findet sich auf der Kultur-Seite der ARD-Mediathek.