ifa-Galerie : Wie man den Kulturaustausch in Berliner Räume lotst

Alya Sebti (34) ist in Marokko aufgewachsen und spricht sechs Sprachen. Die vom Auswärtigen Amt geförderte Galerie leitet sie seit einem Jahr

Berlin, das ist für sie die Stadt der Stunde. So frei wie hier sei man nirgendwo, sagt Alya Sebti, fährt mit der Hand durch die Luft, als wollte sie das unterstreichen, und lächelt. Man werde nie schief angesehen – egal wer man sei oder was man trage, Jogginghosen oder Birkenstocks, so wie Sebti gerade. Dass es die Freiheit ist, die die 34-Jährige so an der Stadt liebt, dieses Leben-und-leben-Lassen, das sagt viel über sie aus. Auch darüber, was sie mit der ifa-Galerie vorhat. Viel nämlich. Sebti leitet den Kunstraum, der vom Auswärtigen Amt gefördert wird, um weltweiten Kulturaustausch in die Berliner Räume zu lotsen, seit einem Jahr.

Kunst soll direkt mit dem Besucher sprechen

Wer das Programm der Galerie kennt, der weiß, es hat sich bereits einiges verändert, seit Sebti die Räume in der Linienstraße steuert. Offener sollte die Galerie werden, und kommunikativer auch, die Kunst sollte nicht bloß still und passiv an den weißen Wänden hängen, sondern direkt mit den Besuchern sprechen. "Die ifa-Galerie soll mehr als eine Galerie sein, sie soll Projektraum werden, ein Labor der Gedanken", sagt Sebti und wischt sich eine schwarze Locke aus der Stirn, die sich immer wieder dorthin verirrt.

Sebti kommt aus Marokko. Sie hat Kulturmanagement und Kunstgeschichte studiert, hat in Rom gelebt und in Paris und in Marrakesch auch. Sie spricht sechs Sprachen, Englisch mit charmantem Akzent, der das "th" kantig rollt und das "h" ganz ausspart, Deutsch eher ungern, denn ihre Sprachkenntnis genü...

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