Sanierung: Staatsoper Berlin: Der Teufel nistet in den Mauern

Jetzt ist es offiziell: Die Staatsoper wird am 3. Oktober eröffnet, die reguläre Saison beginnt aber erst am 7. Dezember.

Wer Staatsopern-Intendant Jürgen Flimm zur Pressekonferenz einlädt, der weiß, dass es ein Ereignis mit Alleinunterhaltungswert wird und man sich selbst zurückhalten kann. Stadtentwicklungssenatorin Katrin Lompscher (Linke) hat also den Theatermann in der Staatsoper Unter den Linden aufs Podium gesetzt und konnte dadurch selbst einige unangenehme Fragen umschiffen. Denn während der Sanierungsphase ist die Senatorin die Herrscherin über die Staatsoper. Aber genau das ist das Problem der Wiedereröffnung. Flimm und seine Opernleute können das Haus erst nach der Bauabnahme Mitte September vollständig übernehmen. Die Vorbereitungszeit für die Künstler, die bereits im Sommer aus dem Schiller-Theater zurück ins Stammhaus ziehen wollen, ist also knapp. Am Montag ging es um den Fahrplan zur Inbetriebnahme der Staatsoper.

Die Schließphase wird mit "Oper für alle" gefüllt

Die Wiederöffnung soll am 3. Oktober mit einer Musiktheaterpremiere stattfinden. Merkwürdigerweise will Flimm in dieser Runde partout nicht sagen, was das Eröffnungsstück sein soll. Immerhin wird er es inszenieren und Daniel Barenboim dirigieren. Flimm verweist auf die Jahrespressekonferenz der Staatsoper Anfang Juni. Er berichtet am Montag lieber davon, dass ursprünglich die Uraufführung von Wolfgang Rihms "Saul" geplant war. Der Komponist wurde aber krank und das Stück nicht rechtzeitig fertig. Aber alle waren bereits engagiert. Es sei einmalig in seiner Laufbahn, so Flimm, dass einem "eine Produktion komplett wegrutsch...

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