Kultusminister wollen bald über weiteres Vorgehen an Schulen beraten

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Leerer Klassenraum in Bayern

Die Präsidentin der Kultusministerkonferenz (KMK), Stefanie Hubig (SPD), will mit ihren Fachkolleginnen und Kollegen bald über das weitere Vorgehen an den Schulen in der Corona-Pandemie diskutieren. "Die KMK wird sich im Vorfeld der Beratungen der Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten mit der Kanzlerin zum weiteren Verlauf des Schuljahrs 2020/2021 beraten und abstimmen", sagte die rheinland-pfälzische Bildungsministerin der "Rheinischen Post" vom Samstag. Die Bund-Länder-Runde ist für den 5. Januar geplant.

"Maßgeblich ist jetzt, dass wir alle unseren Beitrag dazu leisten, die Pandemie wieder einzudämmen, damit möglichst bald unsere Schulen wieder an den Start gehen können", sagte Hubig. Seit Beginn des harten Lockdowns am Mittwoch gibt es fast nirgendwo mehr Präsenzunterricht; dies gilt vorerst bis zum 10. Januar.

Die Schulen hätten sich in diesem Jahr auf alle möglichen Szenarien vorbereitet: Fernunterricht, Wechselunterricht und Präsenzunterricht unter Corona-Bedingungen, betonte Hubig. "Das war ein immenser Kraftakt, den sie hervorragend umgesetzt haben."

Der Bundeselternrat forderte, bald wieder Präsenzunterricht möglich zu machen. "Es wäre jetzt auch noch die Möglichkeit, Lüftungsgeräte anzuschaffen und zu installieren, um einen sicheren Präsenzunterricht zu ermöglichen", sagte die Vizevorsitzende, Sabrina Wetzel, der Zeitung. Viele Schulen hätten schon gute Lösungen für sicheren Unterricht umgesetzt, diese sollten weitergeführt und weitergedacht werden.

"Vorteilhaft wäre eine Staffelung der Unterrichtszeiten, um die Problematik der teilweise überfüllten Busse und Bahnen zu entschärfen", führte Wetzel aus. Sie forderte zudem eine Notbetreuung für Kinder, deren Eltern berufstätig oder mit der Betreuung überfordert seien. "Es ist vermutlich damit zu rechnen, dass der momentane Shutdown über den 10. Januar andauern wird", sagte die Elternvertreterin voraus.

cne/jes