Berlin : Polizei: Autonome dürfen am 1. Mai durch Kreuzberg ziehen

Neben der traditionellen Revolutionären 1. Mai Demonstration soll es eine zweite geben. Polizei verschärft die Sicherheitsmaßnahmen.

Die Berliner Polizei wird am 1. Mai die 18-Uhr-Demonstration von Linksautonomen tolerieren – auch ohne Anmeldung. Das sagte Innensenator Andreas Geisel (SPD) am Donnerstag. "Die Polizei ist Garant der Versammlungsfreiheit in unserem Land", betonte der Innensenator bei der Vorstellung des Einsatzkonzeptes der Polizei für die oft von Gewalt überschatteten Feiern. Von zentraler Bedeutung für die Polizei sei das friedliche "Myfest". "Das werden wir schützen", sagte Polizeipräsident Klaus Kandt. Insgesamt rechnet die Polizeiführung aber mit einem eher friedlichen Verlauf des 1. Mai, schließt aber nicht aus, dass es zu einzelnen Zwischenfällen kommen kann.

Die Polizei kündigte außerdem an, dass die Sicherheitsmaßnahmen am 1. Mai aufgestockt werden. Hintergrund sei der Anschlag am Breitscheidplatz am 19. Dezember vergangenen Jahres. Daher müsse in diesem Jahr auch der Terrorismus-Faktor beachtet werden, sagte der Einsatzleiter des Tages, Siegfried-Peter Wulff. Insgesamt sind am kommenden Montag zwischen 5500 und 6000 Polizisten im Einsatz. Unterstützung bekommen die Berliner aus Brandenburg, Bayern, Nordrhein-Westfalen, Hessen, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz und von der Bundespolizei. Nach dem Lkw-Anschlag will die Berliner Polizei mit einer Reihe von Maßnahmen das Risiko terroristischer Angriffe mindern. Neben dem allgemeinen Fahrverbot für große Lastwagen an Feiertagen gilt in einer weiten Umgebung des "Myfestes" auch ein Verbot für kleinere Laster. Nur Anwohner und Zulieferer mit ...

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