Kurios: Tierschutzorganisation kürt Fledermaus zum Vogel des Jahres

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In Neuseeland ließ eine Tierschutzorganisation wieder einen Vogel des Jahres wählen. Das kuriose Ergebnis: Die Auszeichnung geht an eine Fledermaus, die eigentlich kein Vogel ist.

bats around the full moon
Symbolbild: Getty Images

Die neuseeländische Tierschutzorganisation Royal Forest and Bird Protection Society hat einmal mehr die Auszeichnung "Vogel des Jahres" verliehen. Das Merkwürdige daran: Der Preisträger ist mit der Neuseeland-Lappenfledermaus gar kein Vogel, sondern ein Säugetier.

Dass die Organisation die in Neuseeland beheimatete Fledermaus dennoch für die Online-Abstimmung zur Wahl gestellt hatte, liegt an der Bedrohung, mit der diese Art konfrontiert ist. Auf diesen Umstand wollte man mit der umstrittenen Entscheidung aufmerksam machen, heißt es.

Was macht einen Vogel zu einem Vogel?

"Eine Stimme für Fledermäuse ist eine Stimme für die Kontrolle von Raubtieren, die Wiederherstellung von Lebensräumen und für Klimamaßnahmen zum Schutz unserer Fledermäuse und ihrer gefiederten Nachbarn", sagt Laura Keown, Sprecherin der "Vogel des Jahres"-Initiative von Forest & Bird, in einer Stellungnahme.

Die Neuseeland-Lappenfledermaus lebt meist in hohlen Bäumen. Sie ernährt sich von Insekten, ist andererseits selbst zunehmend Angriffen durch Raubtiere wie Ratten und Opossums ausgesetzt. Laut der neuseeländischen Behörde für Artenschutz Department of Conservation steht das Tier kurz vor dem Aussterben.

Trotz dieses Umstandes und des Anliegens von Forest & Bird stieß die Auszeichnung der Tierschutzorganisation auch auf Kritik. "Wir haben zwar Verständnis für ihren bedrohten Status, doch eine Fledermaus ist kein Vogel", schreibt ein offenkundig verärgerter Nutzer auf Twitter. "Eine Fledermaus mag Flügel haben, 2 Beine und einen Schnabel. Aber sie baut keine Nester und legt auch keine Eier."

Kritiker melden sich zu Wort

Eine Nutzerin scherzt auf derselben Plattform: Als sie von der Auszeichnung gehört hätte, will sie sich wie Luke Skywalker gefühlt haben, nachdem er erfahren hatte, dass Darth Vader sein Vater sei. Die Auszeichnung dürfe nicht hingenommen werden, meint sie, denn die Wahl sei "gestohlen" worden. Gewinner hätte die Maori-Fruchttaube sein sollen.

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Mit der jährlichen Auszeichnung "Vogel des Jahres" will Forest & Bird auf die Notlage einheimischer Vogelarten aufmerksam machen. Dieses Jahr wurden bei der Online-Wahl laut der Tierschutzorganisation 56.733 Stimmen abgegeben – so viele wie nie zuvor. Für die Neuseeland-Lappenfledermaus stimmten 7.031 Wähler, auf Platz zwei landete mit 4.072 Stimmen der letztjährige Gewinner, der Papagei Kakapo.

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