Kuwaitischer Sportfunktionär wegen Fälschung zu 30 Monaten Haft verurteilt

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Al-Sabah (AFP/MICHAL CIZEK)

Der kuwaitische Sportfunktionär Scheich Ahmed al-Fahad al-Sabah ist von einem Schweizer Gericht wegen Fälschung zu einer 30-monatigen Haftstrafe verurteilt worden. Vier weitere Angeklagte - drei in Genf ansässige Anwälte und ein kuwaitischer Berater - wurden am Freitag ebenfalls für schuldig befunden. Die fünf Verurteilten waren nach Ansicht des Gerichts an einer komplexen Fälschungsaktion beteiligt, mittels der zwei frühere Regierungsmitglieder Kuwaits eines Staatsstreichs und der Korruption beschuldigt werden sollten.

Dabei habe es sich um ein Komplott al-Sabahs gegen seine politischen Gegner gehandelt. Er wurde für schuldig befunden, den Kuwaiter Behörden im Jahr 2013 gefälschte Videoaufnahmen vorgelegt zu haben, die den früheren Ministerpräsidenten Scheich Nasser Mohammed al-Ahmad und den ehemaligen Parlamentspräsidenten Dschassem al-Chorafi in Misskredit bringen sollten. Einer der in Genf ansässigen Anwälte soll an dem Betrug beteiligt gewesen sein, indem er die angebliche Echtheit der Videos bestätigte.

Die Hälfte von al-Sabahs Haftstrafe wurde zur Bewährung ausgesetzt. Der Scheich, der jegliches Fehlverhalten in dem Fall bestritt, schüttelte heftig den Kopf, als die Vorsitzende Richterin das Urteil verlas. Das ranghöchste Mitglied der kuwaitischen Herrscherfamilie kündigte an, er werde in Berufung gehen.

Sein Büro teilte unterdessen mit, al-Sabah verzichte "vorübergehend" auf seine Rolle als Präsident des Olympic Council of Asia. Als die Schweizer Staatsanwaltschaft 2018 Anklage gegen ihn erhoben hatte, war er von seinen Pflichten als langjähriges Mitglied des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) zurückgetreten.

gap/noe

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