KZ-Prozess in Hamburg: Ex-Wachmann: „Ich habe niemandem Leid angetan“

Was konnte der Einzelne gegen das grausame Regime der Nationalsozialisten tun? Auch darum geht es im Stutthof-Prozess. Für den Angeklagten ist die Sache klar: „Ich konnte nicht helfen.“ Am Freitag ist die Verhandlung in Hamburg fortgesetzt worden. 

Der 93-jährige Angeklagte im Hamburger Stutthof-Prozess ist sich keiner Schuld bewusst. „Warum sollte ich daran Schuld haben? Das frage ich mich immer wieder. Was hätte ich tun sollen?“, sagte der ehemalige SS-Wachmann Bruno D. am Freitag vor dem Hanseatischen Oberlandesgericht. Als Einzelner hätte man den Menschen in den Konzentrationslagern nicht helfen können. „Die Menschen haben mir leid getan. Aber ich konnte ihnen nicht helfen.“ Auf die Frage der Richterin, wer denn Schuld gehabt habe, antwortete der 93-Jährige: „Das Regime, das damals herrschte. Hitler, Goebbels.“ Auch der Kommandant des Lagers, Paul Werner Hoppe.

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