Längste partielle Mondfinsternis seit 1440 in großen Teilen der Welt sichtbar

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Menschen in Kalifornien bereiten sich auf Mondfinsternis vor (AFP/Patrick T. FALLON)

Die längste partielle Mondfinsternis seit fast 600 Jahren hat am Freitag über großen Teilen der Welt für ein Spektakel am Himmel gesorgt. Über ganz Nord- und Teilen Südamerikas sowie über Polynesien, Australien und Nordostasien ließ sich beobachten, wie der Mond zur Hälfte vom Halbschatten der Erde verdeckt wurde und sich rot färbte. Die Mondfinsternis dauerte mehr als drei Stunden und 28 Minuten.

Das ist die längste partielle Finsternis seit 1440 - etwa zu der Zeit erfand Johannes Gutenberg den Buchdruck - und wird erst im Jahr 2669 übertroffen werden. Für Himmelsbeobachter gibt es allerdings bereits im nächsten Jahr eine totale Mondfinsternis zu beobachten.

Das dramatische Rot wird durch ein Phänomen verursacht, das als "Rayleigh-Streuung" bekannt ist. Dabei werden die kürzeren blauen Lichtwellen von der Sonne durch Partikel in der Erdatmosphäre gestreut. Rote Lichtwellen, die länger sind, gehen leicht durch diese Partikel hindurch.

"Je mehr Staub oder Wolken sich während der Sonnenfinsternis in der Erdatmosphäre befinden, desto röter erscheint der Mond", hieß es auf der Website der US-Weltraumbehörde Nasa. "Es ist, als ob alle Sonnenauf- und -untergänge der Welt auf den Mond projiziert werden."

Beim Mondspektakel benötigen Beobachter anders als bei Sonnenfinsternissen keine spezielle Ausrüstung. Ferngläser, Teleskope oder das bloße Auge bieten einen guten Blick auf das Spektakel - vorausgesetzt, das Wetter spielt mit und Wolken verdecken nicht die Sicht.

mkü/fml

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