Längstes Spiel: Die Snooker-WM beginnt gleich mit einem Weltrekord

Qualifikant O’Brien gewinnt einen Frame erst nach fast 124 Minuten und darf nun in Sheffield gegen den Titelverteidiger ran.

Es wird ein Hauen und Stechen, allerdings mit Fliege, gestärktem Hemd und seidener Weste, also in feinem Zwirn, wenn die besten Snooker-Spieler der Welt von heute an bis zum 1. Mai ihren Weltmeister küren. Es ist der Schluss- und Höhepunkt der Saison zugleich. Bis der neue Champion Pokal und Siegerscheck in Höhe von umgerechnet über 440.000 Euro in Händen halten wird, werden die Bilder, die der Sender BBC aus dem Crucible Theatre in Sheffield zeigt, nicht nur wie in Deutschland täglich auf Eurosport (heute ab 11 Uhr), sondern weltweit von knapp 400 Millionen Menschen gesehen werden. Bilder der Verzweiflung, des Triumphes, aber auch endlosen Taktierens. Neben einer ruhigen Hand ist im Snooker vor allem Geduld gefragt.

Der Titelverteidiger Mark Selby (33), der seit zwei Jahren die Nummer eins der Welt ist und wie die nachfolgenden 15 der Weltrangliste für die WM gesetzt war, hat die Ehre, das Turnier zu eröffnen. Der Engländer, der 2016 seinen zweiten WM-Titel am selben Abend gewann wie Leicester City, der Fußballklub seiner Heimatstadt, die Meisterschaft in der Premier League, trifft auf Fergal O'Brien. Den Mann, der sich gerade in Sachen Geduld hervorgetan hat wie kein anderer zuvor. Denn er stellte in der Qualifikation mit seinem Gegner David Gilbert einen Weltrekord auf. Beim Stand von 9:9 brauchten beide zwei Stunden, drei Minuten und 41 Sekunden, bis die letzte der 15 roten und sechs farbigen Bälle versenkt war. Es war der längste Durchgang, im Fachjargon Frame, der jemals...

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