Löhrmann fällt bei Wiederzug der Grünen in NRW-Landtag "ein Stein vom Herzen"

Die Spitzenkandidatin der Grünen in Nordrhein-Westfalen, Sylvia Löhrmann, hat sich angesichts der schlechten Umfragewerte für ihre Partei alarmiert gezeigt. Ihr falle ein Stein vom Herzen, wenn die Grünen wieder in den Landtag kommen, sagte Löhrmann

Die Spitzenkandidatin der Grünen in Nordrhein-Westfalen, Sylvia Löhrmann, hat sich angesichts der schlechten Umfragewerte für ihre Partei alarmiert gezeigt. Auf die Frage, ab welchem Prozentwert ihr am Wahlabend ein Stein vom Herzen falle, antwortete Löhrmann den Zeitungen "Kölner Stadt-Anzeiger" und "Express" vom Donnerstag: "Der erste Stein fällt, wenn klar ist, wir sind wieder drin."

Die Grünen liegen in den jüngsten Meinungsumfragen zur NRW-Wahl am 14. Mai bei sechs Prozent. Löhrmann verwies darauf, dass es auch im NRW-Wahlkampf 2012 für die Regierungspartei "einen Durchhänger" gegeben habe. "Damals waren die Piraten neu, galten als hipper und flotter", sagte die NRW-Schulministerin. "Diesmal haben wir einen neuen Mitbewerber am rechten Rand - der fordert uns auf eine andere Weise."

Löhrmann fügte hinzu, es habe "in der Gesellschaft eine Verschiebung nach rechts gegeben". "Die Diskussion über die Flüchtlingsentwicklung und die innere Sicherheit rückt andere Themen in den Hintergrund." Die Grünen müssten sich "gegen den Wind stellen, auch was die Fragen des Miteinanders in der Gesellschaft angeht". Als Beispiel nannte Löhrmann die "Aggressivität im Netz".

"Ich habe erstmals persönliche Angriffe an meine offizielle Maildresse bekommen mit dem Inhalt: 'Sieh Dich vor, wir wissen, wo Du wohnst'", berichtete die Grünen-Politikerin. "Ich bin wahrlich kein schreckhafter Mensch, aber das lässt einen nicht kalt." Die Grünen hätten 30 Menschen zum Gespräch eingeladen, die im Internet aggressive Botschaften hinterlassen hätten. "Zehn haben zugesagt, letztlich ist keiner gekommen", sagte Löhrmann.

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