La Palma: Dritter Vulkankrater sorgt für mehr Lava und giftige Gase

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Infolge des nicht abebbenden Lavastroms wächst La Palma wortwörtlich über sich hinaus: Durch das erstarrte Gestein hat sich an der Westküste eine bereits mehrere Dutzend Hektar umfassende Landzunge im Atlantik gebildet.

Vulkanausbruch auf der spanischen Insel La Palma
Jetzt strömen die Lavamassen auch aus einem dritten Krater aus. (Bild: Euronews)

Zuvor hatte der ablandige Wind dafür gesorgt, dass die beim Einfluss der Lava ins Wasser entstehenden giftigen Dämpfe kaum Gesundheitsgefahr darstellten. Doch das hat sich im Laufe des Vormittags geändert. Der staatliche spanische Wetterdienst AEMET (Agencia Estatal de Meteorología), hatte davor gewarnt, dass sich der Wind demnächst drehen könnte und die gefährlichen Gase, die unter anderem Haut- und Atemwegsprobleme verursachen, landeinwärts ziehen.

Flugbetrieb läuft wieder

Deshalb wurde die Ausgangssperre für mehrere bewohnte Gebiete in der Region bis auf weiteres aufrechterhalten. Die Zahl der von der Lava erfassten und zerstörten Gebäude steigt täglich und liegt aktuell bei knapp unter tausend.

Die vulkanische Aktivität ist ungebrochen. Ihr Zentrum liegt in zehn Kilometer Tiefe. Der Lavastrom bewegt sich mit einer Geschwindigkeit von durchschnittlich zwei Metern pro Stunde.

Der Flughafen auf der Insel hat seinen Betrieb eingeschränkt wieder aufgenommen. Vor allem Regionalfluggesellschaften wie Binter und CanaryFly bieten wieder Flüge an, vorwiegend zu den kanarischen Nachbarinseln.

Im Video: Experten warnen vor neuen Gefahren durch Vulkan auf La Palma

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