Ladestationen an KVB-Haltestellen: Doch kein Strom für Fahrgäste

KVB sieht keine Möglichkeit, Strom-Ladebuchsen an Haltestellen zu installieren.

Gut gedacht, aber leider nicht umzusetzen: Die Kölner Verkehrs-Betriebe (KVB) sollen nun doch nicht zum spontanen Stromlieferanten für Mobiltelefon-Nutzer werden. Denn die KVB sieht keine Möglichkeit, an ihren Haltestellen oder in den Bahnen Ladebuchsen für die Handys ihrer Kunden zu installieren.

Das teilte die Verwaltung der Bezirksvertretung Nippes mit. Die hatte im Februar auf Antrag der CDU-Fraktion einstimmig den Prüfauftrag beschlossen, für Fahrgäste Akku-Ladestationen etwa an den viel frequentierten Haltestellen Florastraße, Neusser Straße/Gürtel und Zoo/Flora, oder alternativ USB-Schnittstellen in den Bahnen anzubieten, an denen sie Passagiere einstöpseln und so ihre Mobiltelefone nachladen können.

Ladestationen sollten Klima-Projekt ergänzen

Der Vorschlag war auch als Ergänzung zum Klimastraßen-Projekt von Stadt und Rhein-Energie gedacht, das seit einigen Jahren auf der Neusser Straße läuft und bei dem diverse neue Technologien erprobt werden. Ein ähnliches Beispiel ist die frei zugängliche Solar-Ladestation für Elektro-Kleingeräte neben der Parkbank auf dem Plätzchen vor dem „Golde Kappes“.

Bereits 2016 habe man geprüft, ob man die Bahnen mit Ladebuchsen nachrüsten könne, so die KVB. Wie eine Hochrechnung ergab, würde es jedoch allein rund 1,3 Millionen Euro kosten, alle Bahnen erstmalig mit USB-Buchsen auszustatten.

Folgekosten, insbesondere Reparaturkosten bedingt durch Zerstörungswut, seien dabei noch nicht eingerechnet. Zudem sei die Verweildauer der Fahrgäste in den KVB-Bahnen meist relativ kurz – im Gegensatz etwa zu den Fernzügen der Deutschen Bahn, wo es schon heute Steckdosen an den Sitzen gibt.

Laden lohne sich wegen zu kurzer Zeiten nicht

Mit den vorgeschlagenen Ladestationen an Haltestellen verhalte es sich ähnlich. Dort komme hinzu, dass die Fahrgäste meist erst kurz vor dem Eintreffen ihrer Bahn an die Haltestelle kämen und sich das Aufladen so nicht für sie lohne.

Zudem drohe eine unerwünschte Nebenwirkung: „Letztlich gibt es auch die Erfahrung, dass solche Anlagen bestimmte Personenkreise anziehen, die gar kein Interesse an der Nutzung von Bahnen oder Bussen haben, und Passanten oder Fahrgäste durch ein auffälliges Verhalten teilweise sogar stören“, heißt es weiter. Man werde das Thema der Ladebuchsen in den Stadtbahnen jedoch erneut prüfen, sobald die Bahn-Hersteller solche „serienmäßig“ anbieten werden, versprachen die Verkehrs-Betriebe....Lesen Sie den ganzen Artikel bei ksta

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