Lamborghini SC20: 770 PS starker V12-Speedster

de.info@motor1.com (Stefan Leichsenring)
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Lamborghini SC20
Lamborghini SC20

Unikat ohne Windschutzscheibe, aber mit Straßenzulassung

Nach dem sehr radikalen Lamborghini Essenza SCV12 stellt die Marke mit dem Stierlogo nun den SC20 vor. Das Unikat ist anders als der Essenza kein reines Rennauto, sondern für den Straßenverkehr zugelassen. Der SC20 entstand auf Wunsch eines Kunden, der auch an der Gestaltung des Speedsters beteiligt war.

Die Carbon-Karosserie verzichtet auf eine Windschutzscheibe. Der markante Frontsplitter wird von zwei Finnen umrahmt. Die Lufteinlässe auf der Motorhaube erinnern an den Huracán GT3 Evo, während die Flanken vom Essenza inspiriert sind. Das Heck wird von einem großen Carbonflügel gekrönt, der in drei Positionen eingestellt werden kann: Low, Medium und High Load.

"Zwei Jahre nach dem SC18 Alston war der SC20 eine neue, faszinierende Herausforderung. Die Hauptinspirationsquellen waren der Diablo VT Roadster, der Aventador J, der Veneno Roadster und das Concept S", so Lamborghini-Chefdesigner Mitja Borkert. Alle genannten Modelle außer dem SC18 sind Roadster, haben also kein Dach. Auf eine Windschutzscheibe verzichten aber nur der Aventador J von 2012 und das Concept S von 2005.

Lamborghini SC20
Lamborghini SC20

Die Lackfarben, ein Weiß und ein Blau, wurden gemeinsam mit dem Kunden entwickelt. Dabei wird das Blau auch im Cockpit verwendet. Auch hier wurde viel Carbon verwendet, zum Beispiel an den Türinnenseiten und an der Mittelkonsole.

Auch die Sportsitze sind aus Kohlenstofffasern, auch wenn sie mit Leder und Alcantara bezogen sind. Die Türgriffe dagegen sind aus Aluminium. Die Lüftungsdüsen wurden laut Lamborghini mit einem 3D-Drucker erstellt.

Unter der Haube arbeitet ein V12-Sauger mit 6.498 ccm Hubraum. Er liefert 770 PS bei 8.500 Touren und ein Drehmoment von 720 Newtonmetern bei 6.750 U/min. Die Kraft wird über ein Siebengang-Getriebe an alle vier Räder geleitet. Ein elektronisch gesteuertes Mittendifferenzial verteilt die Kraft. Auf die Straße gebracht wird sie über 20-Zöller vorne und 21-Zöller hinten, die mit nur einer Mutter montiert werden.

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Der Preis für das Einzelstück wurde nicht verraten. Es dürften jedoch mehrere Millionen Euro sein.