Landkreistag beklagt Wohnungsnot an Küsten und fordert Politik zum Handeln auf

Angesichts der zunehmenden Wohnungsnot an den deutschen Küsten hat der Landkreistag die Politik zum Handeln aufgefordert. In fast allen Küstenregionen seien Mietwohnungen etwa für Angestellte im Tourismus und im Einzelhandel "brutal knapp geworden". (PATRIK STOLLARZ)
Angesichts der zunehmenden Wohnungsnot an den deutschen Küsten hat der Landkreistag die Politik zum Handeln aufgefordert. In fast allen Küstenregionen seien Mietwohnungen etwa für Angestellte im Tourismus und im Einzelhandel "brutal knapp geworden". (PATRIK STOLLARZ)

Angesichts der zunehmenden Wohnungsnot an den deutschen Küsten hat der Landkreistag die Politik zum Handeln aufgefordert. "Nicht nur auf Sylt, in fast allen Küstenregionen sind Mietwohnungen etwa für Angestellte im Tourismus und im Einzelhandel brutal knapp geworden", sagte der Präsident des Landkreistags, Reinhard Sager, der "Neuen Osnabrücker Zeitung" vom Mittwoch.

Die Gemeinden versuchten zwar, selbst zu bauen, oder nutzten Wohnungsbaugesellschaften. "Aber die Bauvorschriften sind viel zu streng", fuhr Sager fort. Daher müsse die Regierung die nötigen Rahmenbedingungen schaffen, "damit schneller und billiger gebaut werden kann". Die Hürden für das Bauen müssten wirkungsvoll gesenkt werden.

Nicht nur in Touristen-Hotspots, auch in ländlichen Regionen am Meer herrsche inzwischen Knappheit, sagte Olaf Henschen, Geschäftsführer der Gesellschaft WohnECK, die sich um soziale Wohnraumlösungen in Nordfriesland kümmert. "Wir haben 700 Leute auf unseren Bewerberlisten, ganz viele von ihnen sind wirklich akut von Wohnungsnot bedroht." Viele suchten teils Jahre vergeblich nach einer Wohnung.

Nach Angaben des Landratsamtes von Nordfriesland liegen die Mieten in Neubauten in Küstennähe pro Quadratmeter netto und kalt inzwischen bei 15 bis 18 Euro, wie die "NOZ" weiter berichtete.

hcy/bk