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Landwirtschaftsverbände schließen sich Bauernprotesten in Spanien an

Erstmals haben sich am Donnerstag auch drei der wichtigsten Landwirtschaftsverbände des Landes den Bauernprotesten in Spanien angeschlossen. "Unsere Bauern und Viehzüchter machen sich bereit, um dem Aufruf zu folgen", kündigte der Verband Asaja an (Pau Barrena)
Erstmals haben sich am Donnerstag auch drei der wichtigsten Landwirtschaftsverbände des Landes den Bauernprotesten in Spanien angeschlossen. "Unsere Bauern und Viehzüchter machen sich bereit, um dem Aufruf zu folgen", kündigte der Verband Asaja an (Pau Barrena)

Erstmals haben sich am Donnerstag auch drei der wichtigsten Landwirtschaftsverbände des Landes den Bauernprotesten in Spanien angeschlossen. "Wenn die Traktoren protestieren, dann weil sich die ländliche Welt erdrückt fühlt", erklärte der Verband Asaja am Donnerstagmorgen über den Kurznachrichtendienst X. Auch Mitglieder zweier weiterer Organisationen, Coag und UPA, gingen auf die Straße.

Die Bauern blockierten am Donnerstag vorwiegend Straßen in Valencia, Astoria und der zentralspanischen Region Kastilien-La Mancha. Damit protestieren sie vor allem gegen steigende Kosten und hohe Kraftstoffpreise sowie gegen aus ihrer Sicht unfairen Wettbewerb mit Produkten aus dem Ausland und Vorgaben der Europäischen Union etwa zum Umweltschutz. Bereits am Mittwoch machten sich 1000 Traktoren ins Zentrum Barcelonas auf, um dort vor dem Sitz der Regionalregierung zu demonstrieren.

An den ersten beiden Tagen der Proteste wurden die Landwirte durch einzelne Aktivisten über den Messenger Whatsapp mobilisiert. Nun schlossen sich auch die organisierten Verbände an.

Spanien ist einer der größten Obst- und Gemüseproduzenten in Europa. Die landwirtschaftlichen Betriebe dort sind allerdings mit wachsenden Herausforderungen konfrontiert - insbesondere durch ausbleibende Regenfälle und Dürrephasen, die die iberische Halbinsel seit mehreren Jahren zunehmend treffen.

mb/jm