Lang ersehnte Panda-Leihgabe an Berliner Zoo endgültig in trockenen Tüchern

Frühere Pandas im Berliner Zoo

Die deutsche Hauptstadt bekommt ihr Pandapärchen: Nach mehrmonatigen Verhandlungen unterzeichneten der Zoo Berlin und Vertreter Chinas am Freitag feierlich den Vertrag, der die auf 15 Jahre angelegte Panda-Leihe zu Zuchtzwecken abschließend und in allen Einzelheiten regelt. Die Kosten beliefen sich auf rund 920.000 Euro pro Jahr, teilte der Tierpark mit. Das Geld könne er dank Spendern und Sponsoren selbst aufbringen.

Die vom Aussterben bedrohten seltenen Bären sollen nach bisherigen Informationen voraussichtlich im Juli in Berlin eintreffen, die geplante Umsiedlung der Tiere ist das erfolgreiche Ende eines diplomatischen Kraftakts. Der Zoo bemühte sich mehr als vier Jahre lang mit Unterstützung der Landes und der Bundesregierung darum, dass die zuständigen Behörden und Panda-Schutzorganisationen in China dem Transfer zustimmen.

Nach Angaben des Tierparks geht das Geld an den Giant Panda Conservation Fund und wird zu 70 Prozent für den Artenschutz in deren natürlichem Lebensraum verwendet. Weitere 20 Prozent erhält die Chengdu Panda Base zur Erforschung besser Zuchtmethoden, und zehn Prozent decken die Verwaltungskosten des Ausleihprogramms auf der chinesischen Seite.

Der nun zwischen dem Zoo und der China Wildlife Conservation Association im Beisein des chinesischen Botschafters Shi Mingde unterschriebene Vertrag regelt nach Angaben von Tierparkdirektor Andreas Knieriem außerdem detailliert die Haltungsbedingungen der Tiere und die wissenschaftliche Dokumentation der Zuchtbemühungen. Auch die Betreuung durch chinesische Panda-Experten etwa während der Eingewöhnungszeit ist dort festgelegt.

Bevor die Namen der beiden Bären veröffentlicht werden, muss dem Tierpark zufolge als weiterer Vertragsbestandteil noch ein sogenanntes Memorandum of Understanding mit der chinesischen Forstbehörde unterzeichnet werden. Es soll die Zusammenarbeit bei der Förderung der Schutzmaßnahmen für die schwarz-weißen Bären in ihrer Heimat regeln.

Der Zoo investierte bereits in ein neues Gehege in Form eines Palasts mit einem naturgetreuen Freilandgehege. Die Anlage feierte im Februar Richtfest. Der sogenannte Große Panda ist außerhalb der Paarungszeit ein Einzelgänger. Die Nachzucht ist schwierig.

Mit Yahoo Nutzung stimmen Sie zu, dass Yahoo und Partner Cookies für Personalisierungs- und andere Zwecke nutzen