Gabriel wirbt bei G7-Treffen für Friedensprozess in Syrien

Anlässlich des G7-Treffens sind in Lucca die Flaggen von Italien, Kanada, Frankreich, den USA, Großbritannien, Deutschland, Japan und der EU zu sehen. Foto: Lena Klimkeit

Zu Beginn des G7-Treffens in Italien hat Bundesaußenminister Sigmar Gabriel zu neuen Anstrengungen für eine Friedenslösung im Bürgerkriegsland Syrien aufgerufen.

Eine weitere militärische Eskalation müsse verhindert werden, sagte er in Lucca mit Blick auf den mutmaßlichen Giftgasangriff auf syrische Rebellen und den Vergeltungsschlag der USA gegen die Streitkräfte von Präsident Baschar al-Assad in der vergangenen Woche. «Ich glaube, dass wir eine gemeinsame Position vertreten sollten. Und dass wir in den Verhandlungen alles dafür tun sollten, die Russen aus der Ecke der Unterstützung Assads herauszubekommen.»

Gabriel kam in Lucca mit US-Außenminister Rex Tillerson und seinen Amtskollegen aus Großbritannien, Frankreich, Japan, Kanada und Italien zu zweitägigen Beratungen zusammen. Der Syrien-Konflikt wird bei dem Treffen im Mittelpunkt stehen. Tillerson will anschließend nach Moskau reisen, um mit dem russischen Außenminister Sergej Lawrow zu sprechen. Russland ist der wichtigste Verbündete Assads im Syrien-Krieg. Die USA hatten mit dem Luftschlag erstmals seit Kriegsbeginn die syrischen Regierungstruppen angegriffen.

Im Februar hatten Gespräche über eine politische Lösung in Genf begonnen. Es nahmen unter anderem Vertreter von syrischer Regierung und Opposition teil - wenn auch zuweilen nicht in direktem Kontakt. Das jüngste Treffen Ende März ging ohne greifbare Ergebnisse zu Ende.

Mitteilung der G7-Präsidentschaft zum Außenministertreffen, Italienisch

Programm des Ministertreffens, Italienisch

Briefing State Department zu Tillersons Reise nach Italien/Russland, Englisch

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