Nach langem Streit: Berlin bekommt Dragoner-Areal kostenfrei vom Bund

Lösung im jahrelangen Streit um das große Baugrundstück in Kreuzberg: Bund und Berlin haben sich auf einen Deal geeinigt.

Das jahrelange Tauziehen um das Dragoner-Areal in Kreuzberg ist offenbar beendet. Der Bund wird das letzte große Baugrundstück in Kreuzberg an Berlin abtreten. "Es war ein langer und intensiver Kampf, das Dragoner-Areal für Berlin und für eine bürgerfreundliche Nutzung zu sichern", erklärte der Haushaltsexperte der SPD-Bundestagsfraktion, Swen Schulz, am Donnerstag.

Die umstrittene Privatisierung des 4,7 Hektar großen Areals wäre damit endgültig vom Tisch. Die Bundesastalt für Immobilienaufgaben (Bima) hatte das Grundstück 2015 für 36 Millionen Euro an einen privaten Investor verkaufen wollen. Auf Druck des Landes und des Finanzausschusses im Bundestag wurde der Verkauf Ende 2016 gestoppt, der Vertrag rückabgewickelt. Ein Kaufvertrag mit dem Land Berlin war bislang aber nicht zustande gekommen, weil der Senat deutlich weniger für das Areal bezahlen wollte. Laut einem Gutachten, auf das sich der Senat beruft, liegt der Verkehrswert für das derzeit überwiegend von Gewerbebetrieben genutzte Gelände bei 18 Millionen Euro.

Nun soll das Areal im Rahmen des neuen Hauptstadtvertrages dem Land Berlin zugesprochen werden, heißt es aus der Berliner Senatskanzlei. Bereits am Mittwoch hatte der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) mitgeteilt, dass Berlin durch den neuen Hauptstadtvertrag deutlich mehr Geld vom Bund für hauptstadtbedingte Ausgaben etwa für Sicherheit, Kultur und Infrastruktur erhält. Er bezifferte die Summe, die ab 2018 für zehn Jahre fließt, auf insgesamt rund zwei...

Lesen Sie hier weiter!

Mit Yahoo Nutzung stimmen Sie zu, dass Yahoo und Partner Cookies für Personalisierungs- und andere Zwecke nutzen