Laschet erinnert in Videobotschaft an Opfer des Germanwings-Absturzes

Flugzeugtrümmer am Absturzort

Fünf Jahre nach dem Absturz einer Germanwings-Maschine in den französischen Alpen hat Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) der Opfer in einer Videobotschaft gedacht. "Wir werden die Opfer des Germanwings-Flugs 9525 nie vergessen", sagte Laschet in dem am Dienstag im Kurzbotschaftendienst Twitter veröffentlichten Video. Gerade in diesen Zeiten, in denen Angehörige nicht im großen Kreis "Trost und Zuflucht" finden könnten, wünsche er ihnen "viel Kraft, Beistand und Mut, weiter nach vorn zu blicken".

"Wir alle sind an diesem Tag mit unseren Gedanken und in unseren Gebeten bei den Opfern und den Angehörigen", sagte Laschet. Das Unglück habe eine "tiefe Wunde in die Herzen von Eltern, Großeltern, Schwestern, Brüdern, Freunden und Verwandten" gerissen. Es sei eine Wunde, "die niemals vollständig heilen wird, die immer bluten wird - gerade an Tagen wie heute". Wegen der Corona-Pandemie finden in diesem Jahr keine öffentlichen Gedenkfeiern statt.

Viele der Opfer des Unglücks kamen aus Nordrhein-Westfalen, unter ihnen waren auch 16 Schüler und zwei Lehrerinnen des Joseph-König-Gymnasiums in Haltern am See. Auch in der Stadt im Norden des Ruhrgebiets entfiel wegen der Corona-Pandemie die ursprünglich geplante Gedenkfeier. Stadt, Kirchen und das Gymnasium riefen deshalb die Bürger dazu auf, am Abend zur Erinnerung an die Opfer Kerzen in ihre Fenster zu stellen.

Die Germanwings-Maschine war am 24. März 2015 auf dem Weg von Barcelona nach Düsseldorf abgestürzt. Auch 72 Deutsche kamen dabei ums Leben. Nach Erkenntnissen der Ermittler brachte der vermutlich unter Depressionen leidende Copilot das Flugzeug absichtlich zum Absturz, um sich selbst zu töten.