Laschet holt Merz ins Team: So reagieren die User

Moritz Piehler
·Freier Autor
·Lesedauer: 3 Min.

CDU-Kanzlerkandidat Armin Laschet holt seinen einstigen Rivalen Friedrich Merz in sein Team. In den sozialen Medien wird auf diese Entscheidung mit Spott reagiert.

Willkommen im Team. Armin Laschet holt seinen ehemaligen Konkurrenten Friedrich Merz an seine Seite. (Bild: REUTERS/Hannibal Hanschke)
Willkommen im Team. Armin Laschet holt seinen ehemaligen Konkurrenten Friedrich Merz an seine Seite. (Bild: REUTERS/Hannibal Hanschke)

Die Union hat sich entschieden: Armin Laschet soll im September als ihr Kanzlerkandidat antreten. Nach einem zähen und langwierigen Machtkampf hat seine CDU allerdings an Wählergunst verloren, in den letzten Umfragen fiel sie sogar hinter die Grünen zurück. Jetzt bemüht sich Laschet, die ehemaligen Konkurrenten mit ins Boot zu holen, um nach außen und parteiintern wieder Einigkeit auszustrahlen. Wichtigster Programmpunkt bisher: Er will Friedrich Merz in sein Wahlkampfteam aufnehmen.

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Merz hatte sich selbst Hoffnung auf die Position an der Spitze der CDU gemacht, im Dreikampf mit Norbert Röttgen und Armin Laschet zog der Wirtschaftsexperte aber den Kürzeren. Nun betonte Laschet in einer Videoschalte mit der baden-württembergischen CDU, dass der ehemalige Konkurrent "fest in den Mannschaftskader der Union für die Bundestagswahl" gehöre, berichtet die dpa. "Nur im Team gewinnen wir," gab Laschet als Devise für die Bundestagswahl aus. Doch sehen das die Wähler ebenso? Auf den sozialen Medien gab es eher spöttische Reaktionen. Unter #Merz posten sie ihre Meinung zu der Nominierung und der Hashtag wurde direkt zum deutschlandweiten Trend.

Manch einer vergleicht die Berufung ins Wahlkampfteam gar mit einer Dämonenbeschwörung.

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In eine ähnliche Kerbe schlägt dieser Kommentar und zieht einen historischen Vergleich: "Cleopatra setze sich die Schlange an die Brust. Laschet tut dasselbe mit Merz."

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Selbst die Wirtschaftskompetenz des Experten stellen manche User in Frage. "Nur weil jemand weiß, was 'die Wirtschaft' will, heißt das noch lange nicht, dass er weiß, was für die Wirtschaft gut ist."

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Als Symbol für den Aufbruch zu einer neuen, revitalisierten CDU wird Friedrich Merz jedenfalls kaum wahrgenommen. Sarkastisch schreibt ein Twitter-User: "Als nächstes kommen dann noch Guttenberg, Amthor und Scheuer dazu und die gründen die unbeliebteste Teeny-Boy-Band."

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Und auch wenn beispielsweise die Thüringer CDU die Personalie Merz ausdrücklich begrüßte, außerhalb der Partei scheint die Entscheidung nicht besonders gut aufgenommen zu werden. Dieser User sieht darin sogar einen Rückschritt: "Lobbyisten unter sich. Oder zurück in die 80er."

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"Eine gute Idee #Merz ins Wahlkampfteam zu holen. Wenn verlieren, dann so richtig #Laschet," kommentiert eine weitere Userin.

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Es wird sich zeigen, ob Laschet mit der Entscheidung, Merz in sein Wahlkampfteam zu holen, den Burgfrieden innerhalb der Union wieder herstellen kann. Aber auch, ob der Preis dafür ist, die momentan verlorenen Wählerstimmen noch weiter abzuschrecken und den Wiedereinzug ins Kanzleramt zu gefährden.