Laserwaffen als Schutz: Frankreich fährt zu den Olympischen Spielen schwere Geschütze auf

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Frankreich steckt mitten in den Vorbereitungen auf die Olympischen Spiele 2024. Auf der Einkaufsliste stand auch ein Prototyp für eine Laserwaffe, die Drohnen "neutralisieren" soll, wie nun bekannt wurde.

Drohnen werden für Großereignisse wie die Olympischen Spiele zunehmend zur Bedrohung (Symbolbild: Getty Images)
Drohnen werden für Großereignisse wie die Olympischen Spiele zunehmend zur Bedrohung (Symbolbild: Getty Images)

Für die Olympischen Sommerspiele 2024 hat sich Gastgeber Frankreich schon jetzt einige schöne Dinge einfallen, von Beach Volleyball vor der malerischen Kulisse des Eiffelturm über Pferdesport in den Gärten des Schloss Versailles bis hin zu einer Eröffnungsfeier an der Seine.

Andere Details, die zu Olympia 2024 schon jetzt durchsickern, sind weniger erfreulich. So soll ein Laserwaffensystem zum Einsatz kommen, das Drohnen aus der Luft schießt.

Wie das französische Verteidigungsministerium bekanntgegeben hat, hat es einen derartigen Prototypen mit dem Namen HELMA-P bestellt, der bei den Olympischen Spielen eingesetzt werden soll.

Drohnen werden mit Laser eliminiert

In einer Mitteilung des Ministeriums heißt es, dass diese Laserwaffe eine "kalibrierte Antwort auf die Drohnen-Bedrohung" sei, die entweder die "Observationsinstrumente" der Drohne unfähig machen würde oder die Drohne "neutralisieren" würde, indem "ihre Struktur verändert würde".

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Letzteres bedeutet dem Nachrichtensender CNN zufolge nichts anderes, als dass ein Loch in die Drohne gebrannt wird. Denn das HELMA-P-System ist fähig, einen starken Laser zu schießen, der eine Drohne derart erhitzen kann, dass sie entweder heißläuft oder verbrennt.

Drohnen werden zur zunehmenden Gefahr für Großereignisse

Das Sport-Event soll offenbar auch eine Art Testballon für ein solches Abwehrsystem sein. In der Mitteilung heißt es weiter, dass der Prototyp tiefere Erkenntnisse für die Anti-Drohnen-Kampagne liefern würde, die Frankreichs Verteidigungsministerium aktuell verfolgt.

Gerade auf Großereignissen wie den Olympischen Spielen werden Drohnen zunehmend zur Bedrohung, wie Philippe Gros von dem französischen Sicherheits-Think-Tank Foundation for Strategic Research CNN sagt. Sie könnten verwendet werden, um ein potentielles Angriffsziel zu erspähen oder dazu umgerüstet werden, Waffen oder Sprengstoff zu transportieren. Mini-Drohnen, wie sie HELMA-P ausschalten soll, spielen beispielsweise im Ukraine-Krieg eine tragende Rolle.

Wie sicher ist es, über Menschenmengen Drohnen abzuschießen?

Ein Laserabwehrsystem ist Experten zufolge eine effektive und nicht zuletzt kostengünstige Methode, um der Drohnen-Bedrohung Herr zu werden. Eine solche Taktik in einem dicht besiedelten Gebiet wie der Metropole Paris inmitten der Olympischen Spiele anzuwenden, ruft jedoch Sicherheitsbedenken hervor.

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"Ein wichtiger Teil des Anti-Drohnen-Laserprogramms ist die sichere Steuerung dieser Waffe", sagte ein Mitarbeiter des Verteidigungsministeriums CNN. Es liege am Bodenpersonal, ob eine Drohne abgefeuert werden wird oder nicht. "Dabei muss berücksichtigt werden, dass eine herabfallende Drohne eine gewisse Gefahr darstellt." Der Vorteil einer Laserwaffe im Vergleich zu einem Abschusssystem sei jedoch, dass kein Sprengstoff involviert sei, und selbst wenn die Drohne explodieren würde, würden nur Trümmer zu Boden fallen, was weniger Verletzungsgefahr berge.

Touristen verspricht das Ministerium, dass die Laserwaffe nicht stören würde - sie sondere keine Lichtblitze ab und mache selbst auch kein Geräusch. "Eigentlich ist es eine sehr diskrete Waffe", versichert der Ministeriumsmitarbeiter.

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