"Lasse mir den Song nicht verbieten": "Cowboy und Indianer"-Sänger hat kein Verständnis für Winnetou-Debatte

Olaf Henning, Sänger des Ballermann-Hits "Cowboy und Indianer", hat kein Verständnis für die aktuelle Debatte um kulturelle Aneignung. (Bild: 2013 Getty Images/Peter Bischoff)
Olaf Henning, Sänger des Ballermann-Hits "Cowboy und Indianer", hat kein Verständnis für die aktuelle Debatte um kulturelle Aneignung. (Bild: 2013 Getty Images/Peter Bischoff)

Seit Jahren gehört "Cowboy und Indianer" zu den Klassikern am Ballermann. Vor dem Hintergrund der aktuellen Debatte um kulturelle Aneignung verteidigt Sänger Olaf Henning seinen Kult-Hit. Er sieht keinen Grund, den Song nicht mehr zu singen.

Es ist aktuell eine der großen Debatten in den Medien: Nach Rassismus-Vorwürfen hat der Ravensburger Verlag zwei "Winnetou"-Bücher wieder vom Markt genommen, die Frage, ob die "Winnetou"-Filme überhaupt noch im deutschen Fernsehen gezeigt werden dürfen, steht ebenfalls im Raum.

Olaf Henning, Sänger des Ballermann-Dauerbrenners "Cowboy und Indianer", hat für die Diskussion um vermeintliche kulturelle Aneignung wenig Verständnis. "Ich finde diese Kultur-Debatte lächerlich und glaube nicht, dass es diese indigene Gruppe wirklich stört", so der 54-Jährige gegenüber "Bild". "Außerdem spielt doch jedes Kind mal Cowboy und Indianer."

Henning: "Cowboy und Indianer" symbolisiere Spaß am Leben

In der Vergangenheit sah sich Henning aufgrund seines Kult-Songs immer wieder Rassismus-Vorwürfen ausgesetzt, die neu entflammte Kritik könne er jedoch nicht nachvollziehen, wie er gegenüber "Bild" erklärt. "Der Song symbolisiert Spaß am Leben", so der Sänger, und wenn er das Lied singe, würden alle vor Freude "durchdrehen"; auch den populären "Lasso-Tanz" kenne jeder. "Und genau in einem solchen Moment denke ich mir: jetzt erst recht! Ich lasse mir den Song nicht verbieten."

Der Song "Cowboy und Indianer" gehört zu den bekanntesten Liedern von Olaf Henning und ist bereits im Jahr 2000 entstanden. Doch erst die Remix-Version von 2006 brachte die große Bekanntheit - heute gilt das Lied als echter Ballermann-Klassiker.