Last-Minute-Ruhestand: Setze auf diese 3 Elemente!

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Älteres Paar beim Strandurlaub reich
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Ein Last-Minute-Ruhestand könnte wichtig für dich sein? Oder die Rettung eines finanziell bequemeren Standes in der Altersvorsorge? So mancher entdeckt möglicherweise erst spät, dass eine Rentenlücke Teil des persönlichen Gesamtpaketes ist. Das wiederum stellt einen vor so manche Herausforderung.

Worauf setzen, wenn es um einen Last-Minute-Ruhestand geht? Ausgezeichnete Frage. Ich würde auf die folgenden drei Elemente setzen. Sie können dich zumindest auf die richtige Spur führen, wie du jetzt noch möglichst effizient vorsorgen kannst.

Last-Minute-Ruhestand: Zinseszins vs. günstige Chancen

Wenn es um einen Last-Minute-Ruhestand geht, so solltest du zunächst auf zwei Faktoren achten. Zum einen darauf, dass du den Zins- und Zinseszinseffekt in den verbliebenen Jahren möglichst ideal nutzt. Das heißt, du solltest schon möglichst früh möglichst viel Geld in Aktien oder einen ETF investieren. Schließlich leben deine Investitionen auch davon, dass die Rendite einen erheblichen Teil deiner Vorsorge ausmacht.

Trotzdem würde ich nicht direkt All-in gehen, auch wenn der Zinseszinseffekt einen Vorteil besitzt. Einen gewissen Anteil, sagen wir einfach mal ca. 20 % oder 30 %, würde ich nutzen, um das Geld in Cash zu halten. Kommt es zu einer Korrektur oder einem Crash, so kannst du diese Mittel nutzen, um günstig weitere Aktien oder ETF-Anteile nachzukaufen und langfristig die Rendite zu maximieren.

Ein Last-Minute-Ruhestand mag an dieser Stelle möglicherweise ein Drahtseilakt sein. Wenn man jedoch in den 50ern ist, so steht die Chance nicht gerade schlecht dafür, dass es noch einmal zu einer größeren Korrektur oder einem Crash kommt. Das würde ich versuchen, möglichst gut als Rendite-Katalysator zu nutzen.

Dividendenwachstum & Inflationsausgleich

Ein Last-Minute-Ruhestand kann viele Gesichter besitzen. Man kann auf unterbewertete Dividendenaktien setzen, um direkt das passive Einkommen zu erhöhen. Oder eben auch auf ETFs und Indexfonds. Wer jedoch einen soliden Rendite-Kick mit defensiver Klasse haben möchte, für den sind Dividendenwachstumsaktien vielleicht das Mittel der Wahl.

Aktien, die ein Dividendenwachstum besitzen, haben mehrere Vorteile. Zunächst und vor allem: Die Gesamtrendite ist häufig größer. Das liegt daran, dass ein operatives Wachstum langfristig die Anteilsscheine neben der Dividende weiter steigen lässt.

Aber ein weiteres wichtiges Merkmal ist, dass dein passives Einkommen einen Inflationsausgleich erhält. Selbst bei einem Last-Minute-Ruhestand sollte man daher besser nicht nur auf die Quantität setzen. Nein, sondern auch auf die Qualität. Mit wachsenden Dividenden kann man beides gut berücksichtigen.

Last-Minute-Ruhestand: Immer unternehmensorientiert!

Mal abgesehen von der ETF-Kompromisslösung sollte man auch bei einem Last-Minute-Ruhestand einem Fokus maximale Aufmerksamkeit schenken. Nämlich einer unternehmensorientierten Auswahl der Aktien. Einige suchen vielleicht verzweifelt nach Aktien mit einer maximalen Dividendenrendite. Das ist nicht ganz falsch, aber vielleicht langfristig orientiert nicht die beste Wahl.

Deshalb: Unternehmensorientiert auf gute Unternehmen und deren Aktien zu setzen, kann deiner Last-Minute-Ruhestands-Rettung den qualitativen Kick verpassen, den du langfristig benötigst. Ein Schnellschuss mit weniger Qualität kann hingegen zu durchwachsenen Gesamtrenditen führen.

Überlege daher gut, in was du investieren möchtest. Ich jedenfalls würde keine halbwegs faulen Kompromisse eingehen, wenn es um meine Altersvorsorge geht.

Der Artikel Last-Minute-Ruhestand: Setze auf diese 3 Elemente! ist zuerst erschienen auf The Motley Fool Deutschland.

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