Lauterbach und Habeck fordern 3G-Regel im Bahn-Fernverkehr

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Smartphone mit Corona-Impfpass (AFP/Soeren Stache)

Angesichts der hohen Zahl an Corona-Infektionen hat der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach die Ausweitung der 3G-Pflicht auf den Bahn-Fernverkehr gefordert. Auch Grünen-Chef Robert Habeck sprach sich dafür aus. Die Deutsche Bahn erklärte, sie stehe "in ständigem Austausch mit den Ministerien und Behörden von Bund und Ländern". An die aktuelle Lage angepassten Verordnungen "folgen wir und setzen diese um".

Lauterbach sagte der "Bild am Sonntag": In dieser Corona-Situation sei es "unverantwortlich, dass Menschen ungeimpft und ungetestet in vollen Zügen im Fernverkehr stundenlang eng neben anderen Passagieren sitzen". Das sei Geimpften insbesondere in der Weihnachtszeit kaum zumutbar. Ohne eine 3G-Regel im Fernverkehr müssten 50 Prozent der Plätze frei bleiben, forderte er.

Habeck sagte den Zeitungen der Funke Mediengruppe vom Sonntag: "Auch das Bahnfahren muss sicherer werden. Aus meiner Sicht sollte hier 3G gelten, darüber werden wir reden müssen." 3G heißt, die Fahrgäste müssten geimpft, genesen oder getestet sein und dies - wie etwa im Restaurant - auch nachweisen können.

In Fernzügen der Deutschen Bahn gilt aktuell Maskenpflicht, der Konzern empfiehlt "dringend", grundsätzlich FFP2-Masken zu tragen. Wer keine Maske trägt, kann von der Beförderung ausgeschlossen werden, es sei denn, er ist aus medizinischen Gründen dazu berechtigt.

Innerhalb der scheidenden Bundesregierung wurde die Idee zuletzt kontrovers diskutiert, verschiedene Ministerien zweifelten an der praktischen und rechtlichen Umsetzbarkeit. Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG), warnte vor einer unzumutbaren Belastung für das Zugpersonal durch 3G-Kontrollen. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) erklärte die Maßnahme dagegen für sinnvoll. In Italien oder Frankreich gilt die 3G-Regel in Fernzügen.

ilo/ran

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