Lauterbach hält Öffnungsstrategie mit Schnelltests für riskant

Karl Lauterbach bei einer Pressekonferenz im Januar (Bild: Reuters/Hannibal Hanschke)
Karl Lauterbach bei einer Pressekonferenz im Januar (Bild: Reuters/Hannibal Hanschke)

Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hält die Pläne Baden-Württembergs, den Corona-Lockdown mit Hilfe von Schnelltests zu lockern, für riskant.

Man befinde sich noch in einer schwierigen Situation, weil die Hälfte der Menschen über 80 Jahren noch gar nicht geimpft sei, sagte Lauterbach dem SWR. "Selbst die wichtigen Risikogruppen zwischen 65 und 80 sind noch ungeschützt. Also jetzt zu lockern ist sehr gefährlich." 

Gefahr durch dritte Welle

Die dritte Infektionswelle habe begonnen. "Lockerungen in eine solche Welle hinein sind gefährlich. Und ich glaube nicht, dass man das nur mit Schnelltests in den Griff kriegt." Er befürchte zudem eine hohe Fehlerquote bei den Selbsttests. 

In einem Impulspapier für die Bund-Länder-Beratungen am kommenden Mittwoch hat das Staatsministerium von Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) vorgeschlagen, Bereiche, in denen das Infektionsrisiko überschaubar ist, mit Hilfe von Schnelltests schrittweise zu öffnen.

Video: Debatte um Öffnungsstrategie in Deutschland