Lauterbach: Johnson & Johnson-Stopp kein 'permanenter Rückschlag'

·Lesedauer: 1 Min.
SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach. (Bild: Mika Schmidt - Pool/Getty Images)
SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach. (Bild: Mika Schmidt - Pool/Getty Images)

Trotz des Impfstopps in den USA und des verzögerten Marktstarts in Europa geht SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach davon aus, dass das Johnson & Johnson-Präparat gegen das Coronavirus bald in Deutschland eingesetzt wird. "Ich glaube nicht, dass es ein permanenter Rückschlag ist, die Sinusvenenthrombosen waren auch bei Johnson & Johnson zu erwarten", sagte der SPD-Politiker am Mittwochmorgen im Deutschlandfunk.

Lesen Sie auch: Tendenz steigend: Inzidenzwert liegt bei 153,2

Die Komplikationen seien aber so rar, "dass der Impfstoff nach einiger Zeit wieder verimpft wird, in den Vereinigten Staaten, und der Impfstart in Europa dann auch beginnen wird", sagte Lauterbach. "Man wird wahrscheinlich auch hier wieder darüber nachdenken müssen, ob man den Impfstoff bei den über 60-Jährigen spezifisch einsetzt".

Der US-Pharmakonzern Johnson & Johnson hatte am Dienstag wegen Berichten über sogenannte Sinusvenenthrombosen nach der Impfung den Marktstart seines Präparats in Europa aufgeschoben. Zuvor hatten Behörden in den USA ein vorübergehendes Aussetzen der Impfungen empfohlen, nachdem im Land sechs Fälle der Hirnvenenthrombosen erfasst worden waren.

Im Video: Mehr als eine Million Corona-Tote in Europa

Wir möchten einen sicheren und ansprechenden Ort für Nutzer schaffen, an dem sie sich über ihre Interessen und Hobbys austauschen können. Zur Verbesserung der Community-Erfahrung deaktivieren wir vorübergehend das Kommentieren von Artikeln.