Le Pen schwächt Programm für Stichwahl ab

Nach der Vorstellung ihres möglichen Regierungschefs Nicolas Dupont-Aignan hat die französische Präsidentschaftskandidatin Marine Le Pen Forderungen aus ihrem Wahlkampfprogramm abgeschwächt.

In einem Interview mit der Zeitung “Le Parisien” erklärte die Rechtspopulistin, im Fall ihres Sieges bei der Stichwahl am kommenden Sonntag anstelle des Euro eine nationale Währung für “tägliche Einkäufe” einführen zu wollen. Parallel dazu soll es bei einer Gemeinschaftswährung für international tätige französische Unternehmen bleiben.

In Le Pens Programm für die erste Wahlrunde hieß es zuvor in Artikel 35:

“Die Unterstützung französischer Unternehmen durch die Schaffung eines intelligenten Protektionismus angesichts eines unlauteren internationalen Wettbewerbs und die Wiederherstellung einer nationalen Währung für unsere Wirtschaft sind geeignete Maßnahmen, um unsere Wettbewerbsfähigkeit zu stärken.”

Ende Januar 2017 hatte Le Pen Forderungen an die EU präsentiert und dabei hervorgehoben:“Es geht um Geld- und Haushaltssouveränität, denn es gibt keinen freien Staat ohne Geld. Und es geht darum, die wirtschaftliche Souveränität, wirtschaftlichen Patriotismus durchsetzen zu können.”

Die Korrekturen von Le Pens Wahlprogramm werden als Zugeständnisse an Nicolas Dupont-Aignan gewertet, der im ersten Wahlgang 4,7 Prozent der Stimmen bekommen hatte.

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