"Er hatte sein Leben vor sich": Papst würdigt toten ukrainischen Soldaten

Papst Franziskus hat bei seiner wöchentlichen Generalaudienz eines an der Front getöteten ukrainischen Soldaten gedacht. "Dieser Junge hieß Alexander, er war 23 Jahre alt", sagte der Papst. (Alberto PIZZOLI)
Papst Franziskus hat bei seiner wöchentlichen Generalaudienz eines an der Front getöteten ukrainischen Soldaten gedacht. "Dieser Junge hieß Alexander, er war 23 Jahre alt", sagte der Papst. (Alberto PIZZOLI)

Papst Franziskus hat eines an der Front getöteten ukrainischen Soldaten gedacht. "Dieser Junge hieß Alexander, er war 23 Jahre alt", sagte der Papst bei seiner wöchentlichen Generalaudienz am Mittwoch auf dem Petersplatz in Rom. Er hielt dabei einen Rosenkranz und ein in Tarnfarben eingeschlagenes Neues Testament in den Händen, persönliche Gegenstände des jungen Mannes.

"Er starb in Awdijiwka, er verlor dort sein Leben, das er noch vor sich gehabt hätte", sagte Franziskus. Der Papst rief die Gläubigen anschließend zu einer Schweigeminute auf, in Gedenken "an diesen Jungen und alle anderen, die wie er in diesem wahnsinnigen Krieg gestorben sind". "Krieg zerstört immer", fügte er hinzu.

Seit Beginn des Ukraine-Kriegs hat der Papst immer wieder zu Frieden aufgerufen und für die Toten gebetet. Im März rief er Kiew in einem Interview dazu auf, die weiße Flagge zu hissen und zu verhandeln, was zu einer diplomatischen Krise zwischen der Ukraine und dem Vatikan führte.

kü/kol