Lebenslang für Asylbewerber wegen Doppelmordes bei Ikea in Schweden

Wegen eines Doppelmordes in einer Ikea-Filiale hat ein Gericht im schwedischen Västeras einen ausländischen Flüchtling zu lebenslanger Haft verurteilt. Der 36-jährige Asylbewerber wurde am Freitag für schuldig befunden, in dem Möbelhaus im August eine 55-Jährige und ihren 28 Jahre alten Sohn erstochen zu haben. Zuvor hatte der von Abschiebung bedrohte Mann zwei Messer aus der Küchenabteilung des Geschäfts entwendet. Damit stieß er sich nach der Tat in den Bauch und verletzte sich dabei so schwer, dass er mehrere Tage im Koma lag.

Den Ermittlern sagte der Mann, er habe die Tat in der Hoffnung auf eine "Begegnung mit Gott verübt". Das Geschworenengericht im rund hundert Kilometer westlich von Stockholm gelegenen Västeras befand ihn jedoch aufgrund von Expertengutachten für voll zurechnungsfähig.

Der Mann hatte zwei Wochen vor der Tat erfahren, dass er gemäß den Dublin-Abkommen nach Italien abgeschoben werden sollte. Dort hatte er erstmals den Boden der Europäischen Union betreten.

In Schweden wird das Strafmaß von lebenslanger Haft in der Regel nach zehn Jahren Gefängnis auf zwischen 18 und 25 Jahre abgemildert. Das Gericht legte fest, dass der Verurteilte nach Verbüßen seiner Strafe abgeschoben wird.

Der Prozess fand unter strengen Sicherheitsvorkehrungen statt. Vor einer Woche hatte ein Mann bei einem rassistisch motivierten Anschlag an einer Schule in Trollhättan im Südwesten Schwedens zwei Menschen mit Migrationshintergrund getötet. Der Täter aus der rechtsextremen Szene war mit einem Schwert und einem Messer bewaffnet.

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