Lebenslange Haft für Syrer in Schweden wegen Tötung von sieben Soldaten

Ein Gericht in Schweden hat einen Syrer wegen der Tötung sieben syrischer Soldaten zu lebenslanger Haft verurteilt. Der 46-jährige Haisam Omar S. wurde am Donnerstag in Stockholm schuldig gesprochen, im Mai 2012 als Kämpfer einer Islamistengruppe an der Hinrichtung der sieben Regierungssoldaten in der nordwestlichen Provinz Idlib beteiligt gewesen zu sein. Von der Hinrichtung gibt es Filmaufnahmen.

S. hatte Syrien Anfang 2013 verlassen und in Schweden einen Asylantrag gestellt. Im September 2013 veröffentlichte die "New York Times" ein Video, auf dem die Hinrichtung der syrischen Soldaten zu sehen war. Darauf war auch S. zu sehen, der einen der Männer mit einem Sturmgewehr tötete.

Im März 2016 wurde S. in der schwedischen Stadt Örebro festgenommen. Er gab zu, dass er der Mann aus dem Hinrichtungsvideo ist. Er sagte jedoch weiter aus, er habe von einem höherrangigen Dschihadisten den Befehl zur Vollstreckung der Hinrichtung bekommen zu haben.

Das Gericht wies diese Darstellung zurück und sprach den Angeklagten wegen schwerer Verstöße gegen das Völkerrecht schuldig. Die Umstände der Hinrichtung seien "besonders grausam" gewesen, erklärten die Richter. Die Opfer seien gezwungen worden, sich hinzuknien, teilweise mit auf dem Rücken gefesselten Händen. Zwischen ihrer Gefangennahme und ihrer Tötung hätten weniger als zwei Jahre gelegen.

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