Einzelhandel in Berlin: Discounter oder Kiezmarkt - So kaufen Berliner heute ein

Das Einkaufsverhalten hat sich in Berlin gewandelt. Doch neben den Discountern haben auch immer noch kleine Kiezmärkte ihre Stammkundschaft.

Berlins Supermarktlandschaft ist stark in Bewegung: So ist der Traditionsname Reichelt aus der Hauptstadt verschwunden. Die 53 Filialen, die schon seit 2003 dem Einzelhandelsriesen Edeka gehören, heißen jetzt auch so. Nun sind auch noch die 120 Filialen von Kaiser's Tengelmann zu gleichen Teilen zwischen Rewe und Edeka aufgeteilt worden. Damit verschwindet auch dieser altvertraute Name von der Bildfläche. Auf der anderen Seite boomen die Bio-Märkte und die Discounter passen ihr Sortiment diesem Trend an, um wettbewerbsfähig zu bleiben.

Und entgegen aller Modeerscheinungen gibt es auch sie noch: Die altmodischen kleinen Märkte im Kiez, in denen die Zeit auf den ersten Blick stehen geblieben zu sein scheint. Montagnachmittag, ein Besuch im kleinen Kiezmarkt am Bersarinplatz in Friedrichshain. Seit 2004 gehört der Laden zum Unternehmerverbund Edeka Minden-Hannover. Dieser ist genossenschaftlich organisiert. Für die selbstständigen Edeka-Einzelhändler gibt es mehr Gestaltungsspielraum als bei anders organisierten Ketten.

Geschäftsführer Dietmar Rosch nutzt das aus: Vor seinem kleinen Markt gibt es drei Haken, an denen man Hundeleinen festbinden kann, darüber hängen blau-gelbe Parkschilder mit dem Wort "Bello". Drinnen zieht Verkäuferin Karin Frohloff die Ware über den Scanner. Sie begrüßt ihre Kunden mit "Hallöchen" und sagt "Keine Panik", als ein Kunde doch nicht passend zahlen kann. Das Gegenteil von Fließbandatmosphäre. Seit 24 Jahren arbeitet die 61-Jährige hier. Sie ist eine v...

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