Lecker essen, billig strampeln: Die neuen Lieferdienste in der Kritik

Mit wenigen Klicks ist der Burger aus dem Lieblingsrestaurant bestellt. Fix wird er verpackt, an einen Lieferdienst übergeben und bis an die Haustür gebracht. Modern und bequem ist das, zumindest für den Belieferten. Für die Mitarbeiter dieser Gig Economy genannten neuen Unternehmen, die Menschen, die auf vollgepackten Fahrrädern durch die Großstädte dieser Welt radeln, sieht die Sache unangenehmer aus. Nicht die körperliche Verausgabung ist es, die sie kritisieren; sie klagen über schlechte Bezahlung, unfaire Auftragsvergaben und Willkür seitens der Arbeitgeber.

Der Tagesspiegel hat jetzt eine umfassende Recherche zu dem Thema veröffentlicht. Darin kommen nicht nur die Essenslieferanten wie Foodora oder Deliveroo schlecht weg. Auch Amazon ist w ieder einmal in der Kritik. Inzwischen kümmern sich zwar Gewerkschaften um die Arbeiter in dieser New Economy. Aber der Tenor lautet: Einzelne Arbeitnehmer in einzelnen Ländern können kaum mehr etwas ausrichten. Zu austauschbar sind Mitarbeiter und Standorte.

Vernetzung sei wichtig, so heißt es, auch über Ländergrenzen hinweg. Gewerkschaften engagieren sich in diesem Bereich. Inzwischen planen die Mitarbeiter der Essenslieferanten internationale Konferenzen, mit Streiks haben sie erste Erfolge erreicht. Am Ende wird das gelieferte Essen vielleicht ein bisschen teurer, aber deshalb nicht weniger schmackhaft.

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