Legendärer Schauspieler: Wie sich sein Sohn an Günter Pfitzmann erinnert

Am Sonnabend wird ein Platz nach Publikumsliebling Günter Pfitzmann benannt. Sein Sohn erinnert sich.

Im zweiten Anlauf hat es geklappt. Am Sonnabend um elf Uhr wird an der Palmzeile in Nikolassee ein Platz nach dem 2003 verstorbenen Schauspieler und Publikumsliebling Günter Pfitzmann benannt. Sein Sohn Andreas Pfitzmann (50) früher in der Filmproduktion beschäftigt, inzwischen Chef von Hörgeräte Pfitzmann nahe dem Kurfürstendamm, sagt erleichtert, der Ort sei "genau richtig gewählt".

Herr Pfitzmann, im Jahr 2014 scheiterte der Versuch, in Schöneberg eine Straße nach Ihrem Vater zu benennen. Der Bezirk wollte lieber weibliche Namensgeber …

Andreas Pfitzmann: … aber das war mir auch ganz lieb so. Zu der Straße am Gleisdreieck hätte mein Vater nicht gepasst. All' die Offiziersnamen – und er als erklärter Antimilitarist mittendrin. Der jetzige Platz ist dagegen voller Erinnerungen. Um die Ecke haben wir gewohnt, die Straße herunter, auf dem Waldfriedhof, liegt er begraben. Alles schön beisammen – das hätte ihm gefallen. Da war er praktisch veranlagt.

Hat er sich für die Leute hinter den Berliner Straßennamen interessiert?

Logisch, wenn er mit meinem Bruder und mir in der Stadt unterwegs war, blickte er auf und gleich hieß es: "Aha, Gottfried Wilhelm Leibniz …", und sofort hatte er uns etwas zu erzählen.

Unter den Schauspielernamen, denen man begegnete: Gab es da einen Kollegen, den er besonders bewunderte?

Niemand bestimmtes. Aber ich erinnere mich, dass er oft sagte: "Das sind Schauspieler. Ich bin nur Darsteller."

Blieb ihm neben der Schauspielerei Zeit für die Familie?

Doch. Viel Zei...

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