Lehmziegel nach Originalrezept. Armenien restauriert Festung aus Altertum

Lehm, Heu und Sand. Daraus bestehen die Ziegel der Festung Erebuni, die vor mehr als als 2800 Jahre erbaut wurde. Von Zeit zu Zeit muss jedoch auch eine Ruine restauriert werden.

Die Studierenden der armenischen Universität für Architektur und Bauwesen, die sich der Restauration des Bauwerks in der armenischen Hauptstadt Eriwan, angenommen haben, versuchen das ganze möglichst originalgetreu zu halten. Sie erforschen, wie die Ziegel damals hergestellt wurden.

"Wir versuchen, die Struktur und Zusammensetzung der Lehmziegel zu verstehen. Wir hoffen, die optimale Zusammensetzung zu erhalten und wollen mit Hilfe dieses Wissens einen Teil der Festungsmauer nachzubauen", erklärt Arman Jegiazarjan vom Historisch-Archäologischen Museum Erebuni.

Sonne statt Ofen

Den Lehm, den sie zur Herstellung der Ziegel nutzen, stammt direkt aus der Ausgrabungsstätte der Festung. Die Ziegel wurden damals nicht gebrannt. Stattdessen wurden sie in der Sonne getrocknet.

"Wenn wir uns Erebuni heute ansehen, dann wurde zu Zeit der Sowjetunion Zement oder etwas ähnliches zur Restauration verwendet, aber nicht die alten Technik. Die Mauern der Festung sehen daher nicht mehr durchgehend aus, wie damals, im Altertum“, erklärt Angela Tunjan, eine der Studierenden.

Noch in diesem Herbst soll auf Basis der Ergebnisse der Forscher:innengruppe die Großproduktion der Ziegel für die Festung starten.