Lehrerin soll Schüler an die Leine gelegt haben

Kinderschutzbund fordert Beschwerdestellen

Das Gebäude der Sophie-Scholl-Gesamtschule in Wennigsen (Bild: dapd).Die Lehrerin einer Schule in Wennigsen (Region Hannover) soll einen Schüler an die Leine gelegt haben. Die Niedersächsische Landesschulbehörde ermittelt, sagte die Sprecherin der Schulbehörde Susanne Strätz auf dapd-Anfrage und bestätigte damit einen Bericht der "Neuen Presse" am Dienstag (Onlineausgabe).

Die Leine soll dem Schüler der Sophie-Scholl-Gesamtschule während einer Klassenfahrt als erzieherische Maßnahme um den Körper gebunden worden sein, Mitschüler waren demnach auch anwesend.

Die Schulleitung habe den Vorfall der Landesschulbehörde gemeldet, der sich im Oktober 2012 abgespielt haben soll. Die Ermittlungen liefen noch, daher gebe es bisher keine disziplinarischen Konsequenzen für die Lehrerin.


Nach dem Bekanntwerden des Falls am Dienstag hat der Deutsche Kinderschutzbund Niedersachsen unabhängige Beschwerdestellen für Kinder gefordert. "Gerade in Schulen brauchen die Jungen und Mädchen unbedingt verlässliche Formen, die ihnen vertrauensvolle Kommunikation und direkte Unterstützung sichern", sagte der Landesvorsitzende Johannes Schmidt am Mittwoch in Hannover.

Der Bund beruft sich auf das 2012 in Kraft getretene Bundeskinderschutzgesetz, das strukturelle Maßnahmen im Kinderschutz vorschreibt.


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