Leichtathletik: Kugelstoßerin Schwanitz greift wieder an

Bei den Werfertagen in Halle/ Saale gewann Christina Schwanitz am Sonnabend die Konkurrenz mit 19,19 Metern

Schönebeck.  Die große, starke Frau hat eine Engelsgeduld. Immer neue Fans kommen, um sich mit ihr fotografieren zu lassen. Oder halten ihr Trikots, Bücher, Eintrittskarten hin, damit sie unterschreibt. Christina Schwanitz erfüllt alle Wünsche lächelnd, sogar in Schönschrift. "Das können sie später wenigstens lesen, wenn sie es mal wiederfinden." Seit ein paar Jahren malt sie immer noch ein Lachgesicht über das i ihres Nachnamens. Ihr Markenzeichen. Was passt besser zu dieser Frohnatur, die so viel lacht und mit jedem ein Schwätzchen hält? Deshalb mögen die Menschen sie ja auch so gern.

Natürlich, die Kugelstoß-Weltmeisterin von 2015 und zweimalige Europameisterin hat gerade sehr gute Laune. Ihr Saisoneinstand beim Solecup in Schönebeck ist ihr mit 19,17 Metern gut gelungen. Zwei Tage später erhöht sie beim Erzgebirgssportfest in Gelenau sogar auf 19,50 Meter und ist schon wieder die beste Kugelstoßerin Europas in diesem Jahr. Gestern gewann sie in Halle/Saale mit 19,19 Metern. Das war der Plan, bei den kontinentalen Titelkämpfen vom 7. bis 12. August in Berlin will sie mindestens eine Medaille gewinnen, "am liebsten Gold". Was soll sie jetzt anderes sein als zufrieden mit ihrem Comeback? Trotzdem sagt sie: "Ehrlich, das ganze Drumherum hat mir gar nicht gefehlt."

Bild Nr. 1:
Privates Glück: Kugelstoßerin Christina Schwanitz Christina Schwanitz

Jetzt noch die Dopingkontrolle und ein paar Interviews, dann wird es höchste Zeit, nach Hause zu kommen. Die 32-Jährige will noch in der Nacht zu ihren Babys, die bei Freunden übernachten. Will wissen, wie sie eingeschlafen sind, ...

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