Leichtathletik-Präsident hält Verschiebung von Olympia für möglich

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Die olympische Flamme vor leeren Rängen in Athen

Angesichts der Coronavirus-Pandemie hat Leichtathelik-Weltverbandspräsident Sebastian Coe eingeräumt, dass die Olympischen Sommerspiele in Japan möglicherweise verschoben werden müssen. "Im Moment ist alles möglich", sagte Coe am Donnerstag in der BBC. Das Internationale Olympische Komitee (IOC) und die Sportverbände seien sich darin einig, dass die Spiele nicht "um jeden Preis" stattfinden würden, betonte er. Für eine definitive Entscheidung sei es aber noch zu früh.

"Wir müssen noch nicht jetzt eine Entscheidung treffen", unterstrich Coe. Mit Blick auf den Vorschlag, Olympia auf das kommende Jahr zu verschieben, zeigte sich der Leichtathletik-Präsident skeptisch. Oberflächlich betrachtet scheine dies eine "einfache Lösung" zu sein, sagte Coe. Allerdings sei dies schwer umsetzbar. So trügen viele Mitgliederverbände in den Jahren, in denen es keine Olympischen Spiele gebe, bewusst ihre eigenen Weltmeisterschaften aus.

Bislang hatten die Olympia-Verantwortlichen eine Verschiebung der Spiele ausgeschlossen. IOC-Chef Thomas Bach hatte diese Woche gesagt, die geplante Austragung vom 24. Juli bis 9. August sei weiterhin das Ziel. Andere Sport-Großveranstaltungen wurden dagegen bereits abgesagt oder verschoben, so etwa die Fußball-Europameisterschaft und die Tennis-Saison.

Am Donnerstag übergab das griechische Olympische Komitee die olympische Fackel an die Organisatoren der Spiele in Tokio. Die Zeremonie im Panathinaikon-Stadion in Athen fand wegen der Coronavirus-Pandemie ohne Zuschauer statt. Mit Ausnahme weniger Journalisten, die über die feierliche Übergabe berichten durften, blieben die Ränge in dem Stadion, in dem 1896 die ersten Olympischen Spiele der Neuzeit ausgerichtet worden waren, leer. Die Flamme wurde an die in Griechenland lebende japanische Schwimmerin Naoko Imoto übergeben.