Leipzig zeigt Flagge gegen Rechts - Polizei mit Großeinsatz

Linke Gegendemonstranten protestieren Ende 2015 in Leipzig gegen eine Demonstration der Partei «Die Rechte». Foto: Jan Woitas

Die Stadt Leipzig will heute Flagge gegen Rechts zeigen. Anlass ist ein geplanter Neonaziaufmarsch, für den etwa 300 bis 400 Teilnehmer angemeldet sind. Die Stadt geht von etwa zehn Gegendemonstrationen aus. Mit einem Großaufgebot will die Polizei befürchtete Ausschreitungen verhindern.

Die Behörde hat eine hartes Durchgreifen gegen Randalierer angekündigt. Der Polizeieinsatz werde einer der größten in der jüngeren Vergangenheit sein, hieß es.

Ursprünglich sollte die Route durch den linksalternativen Stadtteil Connewitz führen. Weil Krawalle befürchtet werden, lehnte die Stadt dies ab und legte eine neue Route fest. Mit einem Protest dagegen scheiterten die Organisatoren sowohl vor dem Verwaltungsgericht als auch dem Oberverwaltungsgericht in Bautzen.

Am Rande einer Neonazi-Demonstration in Leipzig war es im Dezember 2015 zu schweren Ausschreitungen gekommen. Vermummte aus der linksradikalen Szene hatten Sicherheitskräfte mit Steinen, Flaschen und Feuerwerkskörpern geworfen. Die Beamten gingen daraufhin mit Wasserwerfern und Reizgas vor. 69 Polizisten wurden verletzt.

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