„Libra wird alles verändern“: Facebook läutet mit eigener Währung eine neue Ära der Weltwirtschaft ein

John Stanley Hunter
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Denkt an den Bitcoin-Boom. Jetzt denkt größer. Noch ein bisschen größer. Das hat Facebook vor. Am Dienstag soll die eigene Kryptowährung vorgestellt werden. Alles deutet auf einen historischen Wendepunkt für die Finanzmärkte hin — das hat mehrere Gründe. Nicht zuletzt den, dass zu den Unterstützern von „Libra“ viele namhafte Großkonzerne aus ganz unterschiedlichen Branchen gehören. Die Infrastruktur für die Blockchain hinter Libra soll bereits zu Beginn des kommenden Jahres stehen.

Nun gibt es inzwischen mehr als 2.200 Kryptowährungen — warum soll ausgerechnet Libra groß werden? Das Problem bei Bitcoin war und ist, dass die Kryptowährung zwar viel Zuspruch, aber keine große Zahl an aktiven Nutzern gewinnen konnte. Facebook hat mit Whatsapp und Instagram gemeinsam bereits 2,7 Milliarden aktive Nutzer weltweit. Sollte nur ein Bruchteil von ihnen Libra nutzen, ist das schon mehr aktive Nutzung als bei Bitcoin.

Facebook krempelt den globalen Finanzmarkt um

Hinzu kommen die Unterstützerunternehmen. Jedes von ihnen soll dem Branchenportal „The Block“ zufolge bereits zehn Millionen US-Dollar gezahlt haben, um eine individuelle Anwendung zu bekommen. Die Unternehmen werden als Libra Association bezeichnet. Unter ihnen: Die Zahlungsdienstleister Mastercard, Visa, Paypal und Stripe, der Musikstreamingdienst Spotify, die Mobilitätsdienste Uber und Lyft, Booking Holdings, das Onlinehandelsportal Ebay, Telekommunikationskonzern Vodafone, die Kryptobörse Coinbase und viele andere. Auffällig: Von den großen Tech-Konzernen aus den USA, die als FAANG häufig zusammen genannt werden — also Facebook, Apple, Amazon, Netflix und Google — ist bislang nur Facebook selbst an diesem Projekt beteiligt.

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