Libyens Küstenwache nimmt fast 450 Flüchtlinge an Bord

Flüchtlinge nach Rettung durch Libyens Küstenwache

Die libysche Küstenwache hat vor der Küste des nordafrikanischen Landes am Montag fast 450 Flüchtlinge gerettet. Wie die libysche Marine am Dienstag mitteilte, kamen die Küstenwächter bei einem Einsatz nördlich der nahe Tunesien gelegenen Küstenstadt Zoura zwei Schlauchbooten zu Hilfe, deren Motoren ausgefallen waren. Unter den 324 geretteten Menschen, unter anderem aus dem Tschad, Nigeria, Mali, Libyen und der Elfenbeinküste, waren demnach 35 Frauen und 16 Kinder.

Der zweite Einsatz vor der Küstenstadt Sawija - ebenfalls westlich der Hauptstadt Tripolis - galt 117 Flüchtlingen, unter ihnen fünf Frauen und zwei Babys. Sie wurden nach Tripolis gebracht, wie die Hilfsorganisation International Medical Corps (IMC) mitteilte.

Libyen ist das Hauptdurchgangsland für Flüchtlinge aus afrikanischen Ländern, die über das Mittelmeer in die Europäische Union gelangen wollen. Vom Westen Libyens aus ist Italien nur etwa 300 Kilometer entfernt. Bei der gefährlichen Überfahrt in oftmals überfüllten und nicht seetauglichen Booten kommen jedes Jahr hunderte Flüchtlinge ums Leben.