Tinder, Bumble und Co.: Liebe in Zeiten der Pandemie

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Eins ist in den vergangenen eineinhalb Jahren wahrscheinlich allen bewusst geworden: Eine Pandemie macht einsam. Besonders Singles wurden durch den Lockdown, geschlossene Bars, Clubs und Cafés, sowie strenge Kontaktbeschränkungen viele Möglichkeiten genommen, neue Menschen kennenzulernen.

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Mit der App zur großen Liebe - trotz Pandemie? (Bild: Getty)

Aus diesem Grund ist es kaum verwunderlich, dass viele auf eine Alternative zurückgriffen, die Dating auch trotz Corona ermöglicht: Dating-Apps. Tinder, Bumble und Co. erlebten einen regelrechten Ansturm an neuen Usern. Im März letzten Jahres swipten an einem Tag knapp drei Millionen Nutzer weltweit auf Tinder - mehr, als jemals zuvor.

Und tatsächlich scheint sich heutzutage ein bunt gemischtes Klientel auf den Apps herumzutreiben. Vom Business-Student, über den klassischen Berlin-Hipster, bis hin zum geschiedenen Familienvater - scheinbar die halbe Welt ist derzeit auf Dating-Apps unterwegs, was wahrscheinlich auch schlicht und einfach dem Mangel an Alternativen geschuldet ist.

Dating steht nicht mehr nur im Fokus

Schaut man dann einmal noch genauer hin, fällt noch etwas anderes auf. Tatsächlich sind nicht mehr alle auf der Suche nach der großen Liebe oder einer schnellen Affäre. Stattdessen liegt der Fokus für viele nicht mehr auf dem klassischen Dating, sondern mehr darauf, einfach neue Kontakte zu knüpfen.

Doch nicht nur die Menschen, die auf den Dating-Plattformen unterwegs sind, haben sich verändert, sondern auch die Art und Weise, wie man sich heute datet. Konnte man sich früher in einer Bar oder einem Café gemütlich zusammensetzen und kennenlernen, bleibt heute für den verantwortungsbewussten Single, der sich an die Corona-Maßnahmen hält, meist nur eine Möglichkeit: Spazieren, Spazieren und nochmal Spazieren.

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Allerdings besonders in den kälteren Monaten führte das meist dazu, dass man sich mehr darauf konzentrierte, nicht vollkommen zu erfrieren, anstatt sein Gegenüber tatsächlich kennenlernen zu können. Und auch, wenn etwas Bewegung vor allem im Lockdown gut tut, kommt doch irgendwann bei den meisten Menschen der Punkt, an dem einen das ständige Spazierengehen zum Hals heraushängt.

Aber der schlaue App-Nutzer hat auch hierfür eine Lösung: Mittlerweile findet man immer wieder auf Profilen von einigen Usern den Beisatz: “Habe Corona-Tests zuhause” oder auch wahlweise “Ich habe bereits Antikörper” - “Ich bin schon geimpft” ist der neuste Hit, der Matches fast schon garantiert.

Vielleicht nicht die große Liebe - aber ein Stückchen Normalität

Auch die Apps selber haben sich in der Pandemie verändert, um sicheres Dating trotz des Virus zu ermöglichen. Auf Tinder beispielsweise wird man jetzt, nachdem man eine Weile geschrieben hat, gefragt, ob man Interesse an einem Video-Chat hat. Sollten beide zustimmen, kann man sich so "face to face" kennenlernen. Außerdem ist das beliebte Feature “Tinder Passport” derzeit für alle User kostenlos. Damit kann man überall auf der Welt swipen und so den verpassten Urlaubsflirt von diesem Jahr zumindest virtuell nachholen.

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Manche Singles haben so trotz der Pandemie tatsächlich die Liebe ihres Lebens gefunden: Tinder wirbt beispielsweise mit der Geschichte von Gabriel. Er lernte während des Lockdowns eine Frau auf Tinder kennen - heute ist sie seine Verlobte.

Der Großteil der Dating-App-User ist allerdings wahrscheinlich nicht ganz so erfolgreich gewesen. Die Apps haben vielen vielleicht nicht dabei geholfen die große Liebe zu finden, aber dafür etwas anderes: Ein kleines Stückchen Normalität in einer Zeit, die alles andere als normal ist.

Im Video: Dating in Corona-Zeiten - So gelingt der entspannte Videocall

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