Liebesgrüße aus der Arktis: Putin will bessere Beziehungen zu Trump

Russlands Präsident Wladimir Putin hat das internationale Arktis-Forum im russischen Archangelsk genutzt, um für bessere Beziehungen zu den USA zu werben. Vor allem in Bezug auf den Syrien-Konflikt, weit weg von der Arktis, will er demnach mit dem US-Geheimdienst CIA und dem Pentagon intensiver zusammenarbeiten. Trotz des angespannten Verhältnisses zu den USA und des Vorwurfs, Russland habe in den US-Wahlkampf eingegriffen, schlägt Putin ein Treffen mit US-Präsident Donald Trump vor.

Die Beziehungen zwischen Washington und Moskau befänden sich nahe dem Nullpunkt, so Putin auf der Konferenz. “Wir spüren, dass unsere US-Partner an besseren Beziehungen interessiert sind und hoffen, dass sich diese Zusammenarbeit auch über andere Regionen der Welt erstreckt, die Arktis eingeschlossen. Wir haben zweifellos etwas gemeinsam: den Kampf gegen den internationalen Terrorismus.”

Anti-Terror-Kampf sollte aber nicht das einzige Thema beim Treffen der Arktis-Anrainerstaaten bleiben. Wichtig in der Region sind die Fragen, ob und wie Rohstoffe künftig genutzt werden dürfen. Die Arktis im Spannungsfeld zwischen Umweltschutz, Fischfang und Ölbohrungen.

Der isländische Präsident Guðni Th. Jóhannesson mahnte: “Obwohl unsere Wirtschaft auf mehreren Säulen steht und der Tourismus boomt, sind wir weiterhin abhängig von dem, was uns das Meer an Rohstoffen bietet. Der Ozean ist lebenswichtig für uns. Er ist lebenswichtig für die gesamte Menschheit.”

In der Arktis ist mutmaßlich mehr Öl und Gas als in Saudi-Arabien vorhanden. Das weckt Begehrlichkeiten mehrerer Länder. So hat Norwegen kürzlich angekündigt, mehrere Öl- und Gasfelder in der Barentsee zur Ausbeutung freizugegeben. Umweltschützer fordern ein totales Förderverbot für die Arktis.

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