Lieferdienste : Wenn Ex-Soldaten plötzlich in Berlin Pakete ausliefern

Weil der Onlinehandel boomt, suchen Paketdienste Zusteller. DHL setzt dabei auf Bundeswehrpersonal.

Die Lage ist ernst. Angesichts der boomenden Nachfrage an Paketdienstleistungen durch den Internethandel verabredete die Deutsche Post DHL jetzt mit der Bundeswehr, ausscheidenden Heeresangehörigen den Übergang in den Lieferdienst zu ebenen. Wo Paketempfänger inzwischen bangen müssen, ob sie ihre Sendung überhaupt erhalten, verspricht sich die DHL einen Qualitätsgewinn durch das neue Personal.

Jährlich wechseln 10.000 bis 15.000 Frauen und Männer nach ihrer militärischen Dienstzeit zu zivilen Arbeitgebern. "Gerade vor dem Hintergrund des stark wachsenden Paketmarktes sind wir immer auf der Suche nach zuverlässigen, motivierten und gut qualifizierten Mitarbeitern", sagt Jürgen Gerdes, der im DHL-Vorstand für Pakete zuständig ist. Nach Unterzeichnung der Kooperation zwischen Verteidigungsministerium und DHL im März in Berlin soll es etwa in Bundeswehrveröffentlichungen Stellenangebote der DHL geben. Interessenten werden auf Messen Berufsbilder und Stellenprofile vorgestellt und zu Berufspraktika eingeladen.

Über den Mitarbeiter-Bedarf in der Hauptstadt könne man keine Zahlen nennen, so Sprecherin Sarah Preuß. Für die Bundesrepublik aber plane man, bis zum Jahr 2020 im Bereich Paketzustellung bis zu 10.000 neue Arbeitsplätze zu schaffen. "Bis 2025 könnte der Bedarf auf 20.000 Mitarbeiter steigen." Rund 103.000 Menschen sind bei der DHL mit der Zustellung von Paketen befasst. Fehlende Arbeitskräfte beklagt auch Anbieter Hermes. "Wir haben zunehmend Nachwuchssorgen", sagt Sprecher I...

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